Tolle Pferde, toller Sport
35.000 Pferdefreunde aus aller Welt, allein 12.500 am letzten der fünf Turniertage, verschafften sich einen Überblick über den vierbeinigen Nachwuchs in den Klassen Reit-, Dressur-, Spring-, Vielseitigkeits-, Fahrpferd und -pony.
977 Pferde und Ponys wurden von insgesamt 614 Teilnehmern aus 19 Nationen in 56 Prüfungen vorgestellt. Am Ende brachten 20 Pferdebesitzer einen Bundeschampion in den heimischen Stall zurück.
Mit der Besucherresonanz zeigte sich Turnierleiter Carsten Rotermund nach dem erwarteten, leichten Einbruch im letzten Jahr aufgrund der Weltmeisterschaften in Aachen zufrieden. "Unser langfristiges Ziel ist aber die 40.000er Marke, die wir vor einigen Jahren schon einmal erreicht hatten. Wir werden schon in Kürze mit dem Orgateam zusammensitzen, um entsprechende Konzepte zu entwickeln." Ziel erreicht hieß es auf jeden Fall auch bei den 128 Ausstellern, die sich über gute bis sehr gute Umsätze freuten. Der Wettergott spielte mit und so zeigten sich die Besucher in Kauflaune, was man an den zahlreichen, großen Tüten sah, die diese am Ende des Veranstaltungstages zum Parkplatz schleppten. Auch das Medieninteresse an den Bundeschampionaten ist ungebrochen. Rund 180 Medienvertreter berichteten über das "Schaufenster der Deutschen Pferdezucht", wie die Veranstaltung auch genannt wird. Zehn Prozent der Journalisten kamen aus dem Ausland - den Niederlanden, Österreich, Polen, Irland und Australien.
Im nächsten Jahr feiern die 1976 mit dem Titel für die Reitpferde begründeten Bundeschampionate ihr 15-jähriges Jubiläum. Nach Jahren der Wanderschaft fand die Veranstaltung 1994 in der Emsstadt ihre Heimat. Damit begann die auch wirtschaftliche Erfolgsgeschichte der Bundeschampionte, die nicht jeder erwartet hatte. Wie das kleine Jubiläum gefeiert wird, steht noch nicht fest. Was immer es sein wird, es wird sicher den Worten des ersten Turnierleiters Reinhard Wendt (Warendorf) genügen: "Jedes Jahr ein bißchen besser". Eine Verbesserung für 2008 ist schon in Vorbereitung. Die Bundeschampions der fünf- und sechsjährigen Springpferde und -ponys werden künftig auf Sand ermittelt. Dazu wird der Springplatz um 900 Quadratmeter vergrößert und erhält ebenso wie der Vorbereitungsplatz einen Allwetterboden. Aus der Burandtwiese wird also der Burandtsandplatz.
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