Bundeschampionate 2008: Bestergebnis für Bundeschampion Lissaro
Der Name fällt auf, das Pferd erst recht. Lissaro van de Helle ist Bundeschampion der dreijährigen Hengste!
Claudia Rüscher hatte darüber hinaus noch ein zweites Eisen im Warendorfer Feuer: den Westfalen Schumacher v. Stedinger-Weltmeyer: Der typvolle Rappe, Prämienhengst der NRW-Körung, punktete besonders im Trab und Galopp – nach dem Urteil der Fremdreiterinnen Uta Gräf und Jana Freund belegte er mit 71,0 Punkten die zweite Position.
Wieder Stedinger zum Vater, dafür aber mit dem Oldenburger Brand versehen – das ist Statesman (MV: Donnerschwee), der mit Heiko Klausing das Finale als Dritter beendete (69,5 Punkte).
Vierjährige Stuten und Wallache
Bei der jüngeren Truppe stand er auf Platz drei – bei den ein Jahr Älteren pilotierte Heiko Klausing Bacchus von Worrenberg zum Titel Bundeschampion! Der Hannoveraner Wallach v. Belissimo M-Calypso II brillierte mit drei gleichmäßig guten Grundgangarten und auch die Fremdreiterinnen wollten den Sattel des Fuchses gar nicht mehr verlassen: 71,50 Punkte waren das Endresultat. Der weitere Werdegang von Bacchus von Worrenberg ist vorgezeichnet: Er wird die Herbstkollektion der Hannoveraner Elite-Auktion in Verden bereichern.
Die Oldenburger Stute Alice v. Florencio-Alabaster rangierte mit Sandra Frieling auf Platz zwei (69,0) vor dem Hannoveraner Las Vegas v. Londonderry-Weltmeyer, der ebenfalls von Sandra Frieling vorgestellt wurde (68,5).
Sechsjährige Dressurpferde
Feinstes Reiten zeigte im Finale der Sechsjährigen Mareike Mondrowski mit der Hannoveraner Stute Waoni v. Waikiki-Fabriano. Locker, losgelassenen und unheimlich zufrieden tanzte die Fuchs-Dame durch das Viereck. Kommentator Christoph Hess lobte die Leichtfüßigkeit des Pferdes, die natürliche Selbsthaltung und die Ausgeglichenheit. 8,70 und die Auszeichnung Bundeschampionesse waren der Lohn!
Knapp dahinter rangierte Fürst Khevenhüller, Rheinländer Hengst v. Florestan I-Rohdiamant mit Helen Langehanenberg (8,6) vor La Stella, Holsteiner Stute v. Locato-Loutano mit Rudolf Widmann (8,5).
Fünf- und sechsjährige Springpferde
Da will einer in die Fußstapfen seines berühmten Vaters treten: Cornet’s Stern v. Cornet Obolensky-Pilot ist Bundeschampion der fünfjährigen Springpferde. Der westfälische Hengst hatte schon in den Qualifikationen deutliche Zeichen gesetzt – bei Höhepunkt am Sonntag pilotierte Christian Temme den Youngster wieder vorbildlich über die Hindernisse – eine 9,3 im ersten und eine 9,0 im zweiten Umlauf machten ihn zum besten fünfjährigen Springpferd Deutschlands.
Conte-Bellini und Philipp Weishaupt belegten Platz zwei (17,4). Der braune westfälische Hengst hat ebenfalls Cornet Obolensky zum Vater (MV: Ramiro), es folgte Philipp Schulze mit Quentin, Holsteiner v. Quintero-Cassini I (17,3).
Eine Titelverteidigung bei den Sechsjährigen – das gab es zuletzt 1986. 2008 zeigte Monte Bellini wie einfach so etwas gehen kann: 2007 wurde der westfälische Hengst v. Montender-Ramiro noch von Marco Kutscher zu höchsten Ehren gesteuert. In diesem Jahr übernahm Philipp Weishaupt die Aufgabe und machte es bestens. Im Stechen riskierte der Beerbaum-Schüler mit dem Landbeschäler aus Prussendorf alles. Die Zwei waren schnell und fehlerfrei: Bundeschampion.
Die westfälische Stute Caesario’s Pretty Woman v. Caesario-Pilot sprang mit Stefan Engbers auf die zweite Position, Dritte wurde Caribik, Oldenburger Stute v. Come On-Lancer III mit Karl Brocks.
Noch keine Kommentare





