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Bundeschampionate 2008: Knall auf Fall

Bei den Bundeschampionaten in Warendorf jagt eine Entscheidung die nächste! Die fünf- und sechsjährigen Springpferde müssen zwei Qualifikationen absolvieren – vor allem bei der älteren Truppe war die Qualität hoch.

  
Catany v. Calippo-Logan und Ines Wolters sprangen jeweils mit einer 9,0 und einer 9,3 auf die Spitzensposition. Die Reiterin lobte ihren Holsteiner: „Catany ist einfach gigantisch gesprungen. Er ist sehr spritzig und hat unheimlich Vermögen.“
Platz zwei in der Finalqualifikation belegte der Bundeschampion des Vorjahres Monte Bellini mit Philipp Weishaupt. Für die herausragende Vorstellung des westfälischen Montender-Ramiro Sohnes vergaben die Richter um Joachim Geilfuß eine 9,2. Otto Becker und Chintan v. Cento-Quattro B platzierten sich mit 9,0 auf Rang drei.

Bei den Fünfjährigen flogen der Westfale Cornet’s Stern v. Cornet Obolensky-Pilot mit Christian Temme zur Goldenen Schleife (9,0), die zweite Abteilung dominierte René Tebbel mit seinem Oldenburger Con Air v. Contendro-Lancer III (8,9). Tebbel fasste kurz zusammen: „Heute stimmte alles.“

Auf dem Dressurplatz wurden ebenfalls die ersten Aufzeichnungen vergeben: Helen Langehanenberg und Fürst Khevenhüller, sechsjähriger Rheinländer Hengst v. Florstan I-Rohdiamant und Bundeschampion 2007 siegten in der Finalqualifikation mit 8,6. „Ich freue mich riesig, dass wir hier die Quali gewonnen haben. Fürst Fürst Khevenhüller war super konzentriert und hat sich klasse präsentiert“, strahlte die frisch vermählte 26-jährige Reiterin. Platz zwei verdiente sich Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Ingrid Klimke mit Dante, Oldenburger Hengst v. Diamond Hit-Beach Boy (8,3).

Über die kleinen Finals konnten überdies die Fünf- und Sechsjährigen die Tickets für die Dressur-Highlights am Samstag und am Sonntag lösen, die in der ersten Aufgabe noch nicht ganz bei der Sache waren: Bei den Fünfjährigen taten dies zum Beispiel die Oldenburger Ausnahmestute Silberaster OLD v. Sandro Hit-Canaster I mit Helen Langehanenberg (8,6). Das Paar war in der ersten Aufgabe durch ein vorbeifahrendes Motorrad derart aus der Fassung gebracht worden, dass nichts mehr lief – im Kleinen Finale zeigte die Dritte der WM der Jungen Dressurpferde aber ihre Klasse. Und auch Weltmeister Desperado OLD v. Dressage Royal-Rouletto und Nadine Plaster nutzen die zweite Chance, um sich doch noch einen Startplatz im Finale zu sichern (8,5).

Bei den Sechsjährigen holten sich der Trakehner Hengst Le Rouge v. Prêt à Porter-Tycoon und Vera Nass (8,3) und die Oldenburger Stute Daily Discovery v. Diamond Hit-Akzent I und Hans Peter Bauer (8,3) die nachträgliche Finalqualifikation ab.

Haben Dressur- und Springpferde auf den Bundeschampionaten beste Bedingungen – müssen sich die Jüngsten durch zu tiefen Boden auf den Reitpferdeplätzen quälen: Bei den dreijährigen Hengsten siegte der Hannoveraner Lissaro van de Helle v. Lissabon-Matcho AA mit Claudia Rüscher (gesamt 8,83). Der braune Youngster überzeugte vor allem im Schritt: 10,0. Bei den ein Jahr Älteren wurde der Baden-Württemberger Birkenhof’s Don Diamond v. Diamond Hit-Carolus I mit Nicole Casper Bester (8,67).

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