CHIO Aachen weitet Kampf gegen Doping aus
Die Organisatoren des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, begrüßen die Ergebnisse der gestrigen Sitzung des Präsidiums der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sowie des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR).
Es müsse sichergestellt werden, so Mronz weiter, dass nun auch konsequent die nächsten Schritte folgen: „Beispielsweise erwarten wir, dass die bereits eingeleiteten Gespräche mit der Nationalen Anti-Doping Agentur NADA nun zügig zu einem Abschluss gebracht werden.“
Zudem werden beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009 (26.6. bis 5.7.) die Vor-Ort-Maßnahmen im Kampf gegen Doping und verbotene Medikation massiv ausgeweitet. „Was wir als Veranstalter unternehmen können, das unternehmen wir“, sagt Kemperman.
So sind in Aachen in diesem Jahr 42 Stewards eingesetzt – im Schnitt kommt so auf elf Pferde ein Steward. Grundsätzlich werden beim CHIO nur erfahrene Stewards mit hohem Ausbildungsstand eingesetzt. Den Stewards kommt während des Turniers eine Aufsichts- und Kontrollfunktion zu. Sie sind dafür verantwortlich, dass der „Code of Conduct“ des Weltverbandes FEI, in dem allgemeine Verhaltensregeln zum Schutz der Pferde definiert sind, eingehalten wird. Die Stewards sind vor allem an den Trainingsplätzen und im Stallbereich eingesetzt. Sie haben umfangreiche Befugnisse bei der Kontrolle der Pferde.
Der gesamte Stallbereich wird in Aachen 24 Stunden lang überwacht. Dazu werden die Stewards nachts zusätzlich vom „Horse-Watch-Service“ unterstützt. Dies ist eine Aachener Besonderheit, um die außergewöhnlich gute Kontrolle rund um die Uhr gewährleisten zu können. Auch die 19 CHIO-Veterinäre üben neben ihrer tierärztlichen Tätigkeit eine Kontroll- und Aufsichtsfunktion aus.
Neben den normalen Dopingproben werden beim CHIO Aachen 2009 ab sofort in allen weltranglistenrelevanten Prüfungen von den drei erstplatzierten sowie einem zufällig ausgewählten Pferd Proben genommen werden. Somit muss statistisch gesehen jeder dritte Springreiter damit rechnen, kontrolliert zu werden. Bezogen auf alle fünf CHIO-Disziplinen wird statistisch jedes 8. Pferd in Aachen kontrolliert. Alle Kontrollen werden durch die unabhängigen Doping-Kontrolleure des MCP (Medication Control Programme) vorgenommen, dies garantiert eine maximale Qualität und Unanfechtbarkeit der Proben.
Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, kommen zudem Thermografie-Kameras zum Einsatz. Mit Hilfe dieser Kameras kann die Oberflächentemperatur der Haut der Pferde bis auf ein Hundertstel Grad genau dargestellt werden – so können Hinweise auf mögliche äußere Einwirkungen gewonnen werden.
Über die genannten Maßnahmen hinaus verweisen die CHIO Aachen-Organisatoren auf die nötige Internationalisierung des Anti-Doping-Kampfes. Entsprechende Maßnahmen hat der Weltverband FEI gestern angekündigt. „Wir haben der FEI angeboten, den CHIO Aachen 2009 als Pilotprojekt für alle Maßnahmen zu nutzen“, so Kemperman.
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