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CHIO Aachen 2010: Beezie Madden mit schnellstem Ritt im Preis von Europa

Die Zeit ihrer Konkurrenten war keine wirkliche Herausforderung für Beezie Madden. Die US-Amerikanerin ging als letzte Starterin in das Stechen um den Preis von Europa, das neun Reiter erreicht hatten.

Beezie Madden (USA) & Coral Reef Via Volo - Sieger im Preis von Europa, CHIO Aachen 2010Mit Coral Reef Via Volo zeigte die 45-Jährige eine fehlerlose Runde in 48,27 Sekunden und siegte vor dem Schweden Rolf-Göran Bengston auf Ninja la Silla  (0/50,07) und dem Niederländer Harrie Smolders auf Exquis Oliver Q (0/55,02). Kein deutscher Reiter hatte das Stechen erreicht, beste deutsche Starterin nach dem Normalparcours war Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) auf Shutterfly mit einem Abwurf auf Rang 11.

„Das war das wichtigste Springen, welches ich mit Coral Reef Via Volo bisher gewonnen habe. Ich habe die Stute nämlich erst seit März unter dem Sattel“, freute sich Beezie Madden nach ihrem Coup. Coral Reef Via Volo ist eine zwölfjährige, in Belgien gezogene Stute und stammt von dem Hengst Clinton ab, der unter dem Belgier Dirk Demeersman 2005 Zweiter im „Großen Preis von Aachen“ und 2004 Vierter der Olympischen Spiele in Athen wurde. Muttervater ist Heartbreaker, der international unter Peter Geerink erfolgreich war. Clinton mal Heartbreaker – das ist die gleiche Blutkombination, die auch Marco Kutschers Hengst Cornet Obolensky führt. Auch Maddens Pferd Danny Boy stammt übrigens von Clinton ab.

  
„Es war ein sehr fairer Parcours, der sehr schön flüssig zu reiten war“, lobte die Siegerin den von Parcourschef Frank Rothenberger konzipierten Kurs, der eine Länge von 580 Metern hatte und über 13 Hindernisse mit 17 Sprüngen führte. „Der Kurs war sehr gut. Die Fehler waren wirklich über die gesamte Runde verteilt“, urteilte auch Rolf-Göran Bengtson. Der 48-jährige Schwede sattelte seinen 15-jährigen Wallach Ninja la Silla, mit dem er 2008 bei den Olympischen Spielen in Hongkong die Silbermedaille gewonnen hatte. „Ich setze Ninja nur ganz gezielt ein, reite nur wenige Turniere mit ihm. Nach Aachen peile ich mit ihm die Weltreiterspiele in Kentucky an.“

Während der Schwede seit langem in Schleswig-Holstein lebt und arbeitet, wohnt und trainiert der Niederländer Harrie Smolders in Belgien. „Seit sieben, acht Jahren reite ich im Stall von Axel Verlooy in Grobbendonk“, berichtet der 30-Jährige. Im Kurs ließ er sich mehr Zeit als seine Konkurrenten. „Zum einen ist Exquis Oliver Q nicht der Schnellste, aber ein Kämpfer, den muss ich unter Kontrolle halten und es etwas langsamer angehen lassen. Und zum anderen – mit diesen Reitern im Rücken, selbst wenn ich vier Sekunden schneller gewesen wäre, dann wären auch Beezie und Rolf noch schneller geritten.“

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