CHIO Aachen 2010: Schweizer Sieg im Preis von Nordrhein-Westfalen
In Aachen einmal zu gewinnen, ist wunderbar, ein zweites Mal ist geradezu unglaublich, sagte Steve Guerdat nach seinem Sieg im Preis von Nordrhein-Westfalen.

Im Sattel des Oldenburger Wallachs Ferrari setzte sich der 28-Jährige mit einer fehlerfreien Runde in 44,04 Sekunden an die Spitze. Dabei waren drei Starter schneller als er gewesen: Doch Ludger Beerbaum auf dem Baloubet du Rouet-Sohn Chaman, Luciana Diniz mit dem gekörten Darco-Sohn Winningmood und Christian Ahlmann auf dem KWPN Hengst Taloubet Z mussten alle einen Fehler am letzten Sprung verbuchen. Das war besonders bitter für Ahlmann, der mit 41,52 Sekunden die schnellste Zeit beim CHIO 2010, Weltfest des Pferdesports, vorgelegt hatte.
Elf Jahre nach dem Tod seines bedeutenden Vaters Furioso II via Tiefgefriersamen geboren, legte Ferrari nunmehr 24 Jahre nach Furiosos Ableben Ehre für seinen Vater ein. Der Selle Francais-Hengst hat die gesamte Sportpferdezucht weltweit beeinflusst und lebt in seiner Hengstlinie noch immer weiter. „Ferrari ist ein sehr schnelles Pferd, manchmal sogar zu schnell und zu stark. Er will immer alles auf einmal machen, aber wenn ich seinen Ehrgeiz im Griff habe, ist er sehr vorsichtig. Dieser Sieg war der bisher schönste in seiner Laufbahn“, so Guerdat. Platz zwei ging an den Olympiasieger von 2008, den Kanadier Eric Lamaze, mit seinem Goldpferd Hickstead. „Ich bin erst gestern in Aachen angekommen, und die Runde hier heute war mein erster Start. Hickstead ist bereits am Mittwoch aus Calgary angekommen und dass er hier so gut ging, zeigt, dass er eine gute Reise hatte“, so Lamaze. Das Paar hatte den Parcours in 44,16 Sekunden fehlerfrei überwunden. Rang drei ging an den Niederländer Albert Zoer, der mit dem KWPN-Wallach Uraguay in 44,91 Sekunden durch die Soers flog. „Uraguay ist erst neun Jahre alt und ein sehr gutes Pferd, dem noch etwas Erfahrung fehlt. Bei jedem Turnier wird er besser, und ich sehe in ihm ein Pferd mit Zukunft“, berichtet Zoer.
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