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CHIO Aachen 2010: Bernardo Alves gewinnt den Youngsters-Cup

Sie sind die möglichen Stars von morgen, die beim CHIO Aachen schon einmal einen der bedeutendsten Parcours der Welt kennenlernen.

Bernardo Alves (BRA) & Canturada - Sieger im Youngsters-Cup, CHIO Aachen 2010Im Sparkassen-Youngsters-Cup, einem Springen ausschließlich für sieben- und achtjährige Pferde, machte einst schon der berühmte E.T. seine ersten Schritte in Aachen unter dem Österreicher Hugo Simon. Damals warf der Fuchswallach seinen Reiter übrigens ab und verließ mit einem beherzten Sprung über die Eingangsschranke alleine den Parcours. 1998 gewann das Paar dann den „Großen Preis von Aachen“.

Derartige Probleme hatte der Brasilianer Bernardo Alves heute nicht mit seiner achtjährigen Holsteiner Stute Canturada. Im Gegenteil: An diese Zeit kam kein Konkurrent auch nur annähernd heran. Der 35-Jährige gewann die erste Qualifikation im Youngster-Cup mit einem fehlerfreien Ritt in 71,95 Sekunden und war um 4,03 Sekunden schneller als Marcus Ehning (GER) auf dem siebenjährigen Hannoveraner-Hengst Campel und sogar 5,34 Sekunden schneller als der Brite John Whitaker, der den achtjährigen Arko-Sohn Argento gesattelt hatte.

  
Canturada ist eine Holsteiner Stute von Canturo, Alves ehemaligem Top-Pferd, mit dem er 2005 den „Preis von Europa“ in Aachen gewann. Der Hengst ist nicht mehr im Springsport aktiv, sondern wird in Belgien nur noch zur Zucht eingesetzt. Alves, der zum sechsten Mal beim „Weltfest des Pferdesports“  am Start ist, lebt seit einigen Jahren im belgischen Lasnes bei Brüssel. „Meine Stute hat sehr viel Qualität und außergewöhnlich viel Respekt vor den Hindernissen“, charakterisiert Alves sein Pferd. „Wie viel Vermögen sie hat, weiß ich noch nicht. Aber ich denke, es gibt auch eine Entwicklung im Springsport, dass es nicht ausschließlich nur um Vermögen geht, sondern man immer mehr rittige Pferde benötigt, die Respekt vor den Sprüngen haben. Wie Canturada.“ Das brasilianische Gestüt Haras Joter, für das Alves reitet, ist im Besitz der Stute, seit sie drei Jahre alt ist. Alves gewann mit diesem Pferd bereits im Mai beim Hamburger Derby zwei Prüfungen bis 1,40 Meter.

Nächstes großes Ziel des Brasilianers sind die Weltreiterspiele in Kentucky, für die er sich qualifizieren möchte. Dort würde Alves allerdings auf Vancouver d’ Auvray setzen, der wiederum der Vollbruder von Toulon ist, dem ehemaligen Spitzenpferd des Franzosen Hubert Bourdy.

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