CHIO Aachen 2008: Deutschland gewinnt den Nationenpreis
Zum nunmehr 26. Mal gewann Deutschland beim CHIO Aachen, den Lambertz Nationenpreis in der Dressur. Gefolgt von den Niederlanden und Dänemark. Rang vier ging an Schweden.
Den Sieg holte sich zum zweiten Mal an diesem Tag Isabell Werth, die im MEGGLE-Preis auf ihr WM-Pferd Satchmo gesetzt hatte. "Zuvor hatte ich ein wenig Bedenken, da Satchmo auf über 30 Grad wie in den vergangenen Tagen eingestellt war und Regen nicht so sehr mag. Aber es blieb trocken, und er ging spitze", freute sich die Rheinbergerin. Mit 76.917 Prozent lag sie an der Spitze. Rang zwei war eine Überraschung: Die 28-Jährige Niederländerin Adelinde Cornelissen erhielt auf ihrem Jazz-Sohn Parzival 73.215 Prozent. Bereits mit zwei Jahren startete Cornelissen ihre ersten Reitversuche auf Shetland Ponys, die auf den Weiden an ihrem Elternhaus grasten. Ein Pony, nämlich Welsh Pony Ayesha, war es dann auch, mit dem Adelinde ihre ersten Titel holte. Die Englischlehrerin arbeitete ein Jahr auf einer Reitanlage in Kanada und bekam danach die Chance, Parzival zu reiten. "Anfangs hatte ich nicht immer die volle Kontrolle über ihn, aber wir sind gut zusammen gewachsen und hatten schon viele tolle Momente", erzählt die Niederländerin.
Auf Platz drei gelangte Heike Kemmer mit 72.259 Prozent. "Bonaparte war genau richtig, sehr aufmerksam und voll bei der Sache. Ich war sehr zufrieden und werde alles geben, um nach Hongkong zu kommen", erzählte die in Winsen lebende gebürtige Berlinerin. Damit war Kemmer zweitbeste Deutsche vor Nadine Capellmann, die mit 71,79 Prozent vierte wurde. "Wir hatten leider ein paar kleine Fehler wie zum Beispiel in der Pirouette und in den Einerwechseln, in denen Elvis nicht genug nach vorne zog. Aber insgesamt war ich zufrieden mit unserer Leistung", berichtete die 42-Jährige. Schlusslicht des deutschen Teams war Matthias Alexander Rath, der mit Sterntaler mit 66.75 Prozent auf Rang 18 endete.
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