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CHIO Aachen
Weltfest der Pferdesports 2008 0491
Frank Kempermann im Gespraech 0379
Der Dressursport braucht Veränderungen
Der Dressursport bleibt weiterhin in der Diskussion, wenn diesmal auch auf einer anderen Ebene. CHIO-Direktor Frank Kempermann schlägt EM-Serie vor.
Der Dressursport braucht Veränderungen. Das fordert Frank Kemperman, Turnierdirektor des renommiertesten Reitturniers der Welt, des CHIO Aachen. „Wie andere Sportarten auch“, so Kemperman im Rahmen des „Global Dressage Forum“ am Montagabend im niederländischen Hooge Mierde, „sollten wir unseren Sport stetig entwickeln.“ Für die breite Öffentlichkeit sei die Dressur ein Geheimnis.Wichtig seien klare Strukturen. Es gebe viel zu viele Turniere, deren Wertigkeit in der Öffentlichkeit kaum zu vermitteln sei. So solle der Weltcup mit vier oder fünf Veranstaltungen als klarer Höhepunkt des Winters deutlicher herausgestellt werden. Im Sommer müsse es eine klare Serie bestehend aus drei oder vier Turnieren geben. „Diese Serie“, so Kemperman, „könnte gleichzeitig Europameisterschaft sein.“
Zudem brauche der Dressursport mehr Stars auf Top-Niveau. „Derzeit“, so Kemperman, „dominieren Anky van Grunsven und Isabell Werth den Sport.“ Um eine Spitze von zehn bis 15 Sportlern zu etablieren, sei unter anderem eine andere Verteilung der Preisgelder erforderlich. Mehr Spitzensportler sollen von dem Sport leben können, denn: „Wir haben zu viele Amateure, wir brauchen mehr Profis.“
Die Pferdesport-WM Aachen 2006 mit 40.000 Zuschauern im Stadion und Top-Quoten bei der Live-Übertragung hätten das große Potenzial des Sports deutlich gemacht. Um es nun wirklich auszuschöpfen, seien die Veränderungen unabdinglich.
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