CHIO Aachen 2008: Christina Liebherr siegt im RWE Preis
Sie setzte voll auf Risiko und flog mit ihrem 13-jährigen Wallach L.B. No Mercy geradezu durch den Parcours. Mit 44.05 Sekunden entschied Christina Liebherr den RWE Preis von Nordrhein-Westfalen für sich.
Rang zwei ging mit 45.95 Sekunden an einen glücklichen Marcus Ehning auf Noltes Küchengirl vor dem Norweger Tony André Hansen auf Camiro, der 49.98 Sekunden für den Parcours benötigte. Damit ging der Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, in die Schweiz."Ich konnte nicht viel kalkulieren, nach mir kamen noch einige gute Reiter. Also musste ich schnell reiten", berichtet Christina Liebherr. "Mein Pferd ließ sich sehr gut kontrollieren und stürmte auch nach den Sprüngen nicht los." Im gestrigen Nationenpreis war Liebherr nicht am Start. "Unser Equipechef wollte gerne andere Paare sehen. Nach unserem guten Abschneiden in St. Gallen sind wir jedoch schon fest gesetzt für Hongkong", so die Schweizerin. Mit Marcus Ehning ritt das ganze Publikum mit. Über seine fehlerfreie Runde auf Noltes Küchengirl freuten sich die Zuschauer sehr und applaudierten kräftig. "Küchengirl hatte schon im Winter eine gute Saison, bekam dann Pause und sprang nun auf einigen Turnieren und auch auf der Deutschen Meisterschaft sehr gut", freute sich Marcus Ehning.
Entwarnung gab es für den gestürzten Brasilianer Alvaro Miranda. Nach der Diagnose "Stauchung des Sprunggelenks" ist er schon wieder auf dem Weg zum Turnierplatz. Ein Galoppsprung zu wenig, und schon war es passiert: Der Brasilianer Alvaro Miranda stürzte mit seinem Pferd Ad Ornella auf dem Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, in einen Oxer - dabei verlor das Pferd die Trense, Miranda verfing sich im Steigbügel und wurde mehrere Meter mitgeschleift. Helfer konnten die Holsteiner Stute schließlich einfangen. Miranda wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert und ins Krankenhaus gebracht. Er war ansprechbar, hatte jedoch über starke Schmerzen im rechten Bein geklagt.
"Wir haben solche Situationen im Vorfeld der Weltreiterspiele mehrfach durchgespielt. Mehr kann man nicht tun. Natürlich hofft man immer, dass so etwas nicht passiert", sagte Frank Kemperman, Turnierdirektor des CHIO Aachen. Der RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen konnte fortgesetzt werden.
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