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CHIO Aachen 2008: Meredith gewinnt den STAWAG-Preis

Die Europameisterin siegt auf Checkmate vor Roger-Yves Bost. Es war nur ein Wimpernschlag oder wie Parcourschef Frank Rothenberger ausrechnete, ganz genau 5,13 Zentimeter.

Meredith Michaels Beerbaum & Checkmate - 1st place Stawag Preis, CHIO Aachen 2008Nur eine Hundertstel Sekunde war Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) schneller als der bis dahin führende Roger-Yves Bost. Auf dem 13-jährigen Checkmate gewann die 38-jährige Europameisterin heute Nachmittag in der Soers den STAWAG-Preis mit einem fehlerfreien Ritt in genau 76 Sekunden vor dem Franzosen auf Ideal de la Loge und dem erst 21-jährigen Christoph Brüse aus dem rheinischen Wachtberg, der die 13-jährige Stute Audrey gesattelt hatte und 76,73 Sekunden benötigte.

"Ich wusste nicht, dass es so eng mit der Zeit war, ich habe vor dem letzten Sprung sogar noch ein bisschen Tempo herausgenommen", strahlte Michaels-Beerbaum, die vor drei Wochen mit dem in Top-Form springenden Checkmate als erste Frau überhaupt bei den Titelkämpfen in Balve im Lager der Männer Deutscher Meister geworden war. "Ich bin in der glücklichen Lage, mit Checkmate und Shutterfly zwei fast gleichwertige Pferde zu haben. Die augenblickliche Planung sieht vor, dass ich mit Shutterfly den Nationenpreis am Donnerstag sowie den Großen Preis am Sonntag reiten werde." Michaels-Beerbaum, die im April das Weltcup-Finale gewonnen hatte, gilt für die Olympischen Spiele in Hongkong als gesetzt.

  
Die wird sich Roger-Yves Bost im Fernsehen ansehen müssen, denn die Franzosen, die auch der Super League abgestiegen sind, konnten sich nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren. "Das ist eine schwierige Situation für den französischen Springsport", bedauert Bost, der neben seinem Landsmann Michel Robert als Einzelreiter in Aachen am Start ist. Der 42-Jährige präsentiert sich und seine Pferde am ersten Tag des CHIO in bestechender Form: Denn vor Platz 2 im STAWAG-Preis gewann er am Morgen bereits das erste Springen, den accom-Preis. "Nun hoffe ich, dass es so weitergeht und meine Kurve nach oben zeigt", so der Franzose, der im vergangenen Jahr mit Ideal de la Loge Zweiter im Rolex Grand Prix, dem "Großen Preis von Aachen" geworden war. Für seinen zwölfjährigen Hengst ist der CHIO Aachen erst wieder das sechste Turnier nach einer langen Zwangspause. Denn kurz vor der EM im August 2007 in Mannheim musste er an einer Darmverschlingung operiert werden und anschließend acht Monate aussetzen.

Über Aachen nach Prag führt der Weg für Christoph Brüse, denn der 21-Jährige, der schon mit EM-Gold dekoriert wurde, ist für die EM der Jungen Reiter mit Audrey und Atlanta gesetzt. "Nach dem CHIO werde ich zusammen mit Bundestrainer Dietmar Gugler entscheiden, auf welches Pferd ich bei der EM setze. Aber ganz sicher ist Audrey mein Spitzenpferd." Bereits als dritter Starter hatte Brüse eine Top-Zeit vorgelegt. "Die Runde fühlte sich gut an. Ich konnte, ja vorher nicht schauen, wo die Schwierigkeiten auf dem Kurs lagen. Aber vielleicht war das ja auch gut so. Mit Rang 3 hätte ich jedoch ganz sicher nicht gerechnet", schmunzelt Brüse, der nach 2007 zum zweiten Mal beim "Weltfest des Pferdesports" am Start ist.

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Hier finden Sie alle Informationen zum Programm und den Ergebnissen vom CHIO Aachen 2008.
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