CHIO Aachen 2008: Heimsieg im Länderspiel
Spannung lag in der Luft des dicht gefüllten Hauptstadions in Aachener Soersbeim Weltfest der Pferdesports. Der Sieg im Samsung Super League Mercedes-Benz-Nationenpreises war jedoch schon klar, bevor die letzte deutsche Starterin einreiten sollte.

"Zur Schonung von Shutterfly haben wir deshalb auf einen zweiten Umlauf verzichtet", berichtete Spring-Bundestrainer Kurt Gravemeier. So stand der Sieg für Deutschland mit 16 Fehlerpunkten fest. Auf Rang zwei folgten die Niederlande mit 20 Fehlerpunkten vor den USA und Großbritannien, die sich gemeinsam Rang drei teilten (je 21 Punkte).
Ein Raunen begleitete die Auftritte von Ludger Beerbaums Westfalenwallach All Inclusive NRW. "Wenn ich jetzt nicht zufrieden wäre, wäre irgendetwas nicht in Ordnung", freute sich Ludger Beerbaum, der im ersten Umlauf einen Zeitfehler, im zweiten Umlauf fehlerfrei blieb. "Es war klasse, wie All Inclusive NRW hier mit der Stimmung klar kam. Die Atmosphäre unter Flutlicht hat er super gemeistert. Für das Selbstbewusstsein ist das schön."
Der letzte Sprung war es hingegen, der Christian Ahlmann zum Verhängnis wurde. Sein 15-jähriger Holsteiner Cöster, im ersten Umlauf fehlerfrei, trat eine Stange herunter. "Das ging auf meine Kappe, ich hatte zu sehr die Zeit im Kopf. Aber sonst war ich sehr glücklich, es war für mich ein großer Vertrauensbeweis, dass Cöster und ich als Erste starten durften. Nach seiner Verletzung - er hatte einen Nerv eingeklemmt - ist er wieder sehr gut in Form", berichtete Ahlmann. Mehr Fehlerpunkte erlaubte sich Montender unter Marco Kutscher: Im ersten Umlauf lieferte der 13-jährige KWPN-Hengst bereits das Streichergebnis mit acht Fehlerpunkten, im zweiten Umlauf sammelte er dasselbe Fehlerkontingent an. "Das war nicht schlecht, aber nicht gut genug. Im ersten Umlauf begann Montender sehr gut, die Fehler in der Kombination waren bitter. Und der Fehler im zweiten Umlauf am Wasser ist eigentlich sehr untypisch für ihn. Das hat mich natürlich geärgert", so ein enttäuschter Marco Kutscher. "Auf den letzten Turnieren sprang Montender weit besser als hier in Aachen, um so ärgerlicher." Die Bilanz von Meredith Michaels-Beerbaum und ihrem Shutterfly blieb mit einem Zeitfehler nahezu makellos.
Zum insgesamt 25. Mal gewann Deutschland - zum dritten Mal in Folge - den Preis der Nationen. "Der Dynamik und Eleganz, die auf dem Parcours erlebbar werden, fühlen wir uns traditionell mit der Marke Mercedes-Benz verpflichtet. Wir freuen uns, zur besonderen Atmosphäre dieses Turniers auch in diesem Jahr beitragen zu können", so Peter Alexander Trettin, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Mercedes-Benz Vertriebsorganisation Deutschland.
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