CHIO Aachen 2008: Statements nach dem RWE Preis
Im Stechen ließ Christina Liebherr dann am Freitag ihre männliche Konkurrenz hinter sich. Die Schweizerin gewann auf No Mercy den Preis von Nordrhein-Westfalen vor Marcus Ehning und dem Norweger Tony André Hansen.
Frage: Herzlichen Glückwunsch, Frau Liebherr. Sie sind unglaublich schnell unterwegs gewesen. Wo haben Sie soviel Zeit gut gemacht, die Konkurrenz lag ja um Sekunden zurück?Christina Liebherr: Ich wusste, dass hinter mir noch sehr gute Reiter folgen würden, für taktieren blieb einfach keine Zeit. No Mercy fühlte sich gut an und die langen Galoppaden gerade vor dem Rolex-Hindernis sind ihm entgegengekommen. Insgesamt bin ich natürlich sehr zufrieden, denn es war mal wieder ein anspruchsvoller Parcours.
Frage: Warum waren Sie gestern nicht beim Samsung Super League, Mercedes-Benz Nationenpreis am Start?
Liebherr: Ich bin schon für die Olympischen Spiele nominiert, No Mercy ist seit Wochen in hervorragender Form. Deshalb wollte unser Trainer auch die anderen Pferde noch einmal in einem großen Parcours sehen.
Frage: Mit welchen Gefühlen sind Sie nach Ihrem Sturz 2007 nach Aachen zurückgekehrt?
Liebherr: Das vergangene Jahr existiert für mich nicht, ich werde nur von außen darauf angesprochen. Mein Pferd war zuletzt sehr erfolgreich, insofern hatte ich ein gutes Gefühl.
Frage: Herr Ehning, bei Ihnen hatte man den Eindruck, Sie seien am Ende nicht volles Risiko gegangen?
Marcus Ehning: Das stimmt, ich hatte schon den ROLEX Grand Prix am Sonntag im Hinterkopf. Es war im Stechen eine insgesamt flüssige Runde, und ich wollte nichts Unnötiges riskieren.
Frage: Die Phase der Verweigerungen bei Noltes Küchengirl scheint jetzt überwunden?
Ehning: Ich sehe keine Phase. Die Probleme gab es nur zweimal, bei der WM in Aachen 2006 - als ich selbst nicht ganz unschuldig war - und vergangenes Jahr der Totalausfall bei der EM in Mannheim. Seither ist bei verschiedenen Turnieren alles ohne Probleme gelaufen, beispielsweise in Rotterdam oder bei den Deutschen Meisterschaften. Aber trotzdem motiviert ein zweiter Platz wie heute natürlich.
Frage: Und Sonntag, beim ROLEX Grand Prix?
Ehning: Dann fängt alles wieder bei Null an.
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