CHIO Aachen 2008: Statements nach dem ROLEX GP
Vier Hundertstelsekunden fehlten Ludger Beerbaum zum vierten Triumph beim ROLEX Grand Prix, Großer Preis von Aachen.
Im Stechen am Sonntag vor zehntausenden Zuschauern und strahlendem Sommerwetter siegte der Niederländer Albert Zoer auf Sam (49,99 sek.) fehlerlos vor Beerbaum auf All Inclusive (0/49,03) und Carsten-Otto Nagel auf Corradina (0/49,33 sek.)
Frage: Albert Zoer, Sie haben schon viel Lob bekommen, Ihnen sind in diesem ROLEX Grand Prix drei fehlerlose Runden gelungen. War der Parcours für Sie zu einfach?
Albert Zoer: Auf keinen Fall, alle drei Runden waren anspruchsvoll. Aber mein Pferd ist super gesprungen, war einfach unglaublich. Trotzdem ist Oki Doki mein Pferd für die Olympischen Spiele.
Frage: Herr Beerbaum, es hat heute nicht ganz gereicht. Wo haben Sie die entscheidende Zeit verloren?
Ludger Beerbaum: Ich hatte ein nahezu perfektes Stechen, aber leider nur nahezu. All Inclusive konnte nicht besser springen, sondern war hervorragend in Form. Beim Mercedes-Oxer bin ich die Kurve nicht eng genug geritten und hatte dort leider einen Galoppsprung zuviel. Albert dagegen hat ein absolut perfektes Stechen gezeigt und daher verdient gewonnen.
Frage: Die Enttäuschung ist also nicht so groß?
Beerbaum: Ich bin mit der gesamten Woche hier in Aachen sehr zufrieden. Und wenn man heute die Topbesetzung mit acht Reitern wie Beezie Madden oder Meredith hier im Stechen sieht, hätte ich auch weiter hinten landen können.
Frage: Welches Fazit kann man nach den Erfolgen beim CHIO Aachen schon im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Hongkong ziehen?
Beerbaum: Was in sieben Wochen sein wird, hat mit Aachen nichts mehr zu tun. In Hongkong haben wir keinen Rasen sondern Sandboden. Dort wird eine andere Atmosphäre herrschen, das Stadion ist kleiner. Springen ist kein Rechenexempel. Diesmal war All Inclusive, mit dem ich auch in Hongkong starten werde, auf den Punkt fit.
Frage: Herr Nagel, wo lagen denn heute die Schwierigkeiten des Parcours?
Carsten-Otto Nagel: Viele Pferde hatten im ersten Umlauf insbesondere Respekt vor dem Doppelwasser, manches Pferd hat sich ablenken lassen. Uns wurde alles abverlangt, denn Parcoursdesigner Frank Rothenberger hat alles sehr breit und hoch bauen lassen. Insofern bin ich mit Platz 3 hochzufrieden.Noch keine Kommentare

