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Spannendes Duell beim Großen Dressurpreis von Aachen

"Das war wirklich sensationell, ich fand es traumhaft", begeisterte sich die 37-Jährige, die in allen drei Prüfungen der CDIO-Tour ungeschlagen blieb.

Isabell Werth / Bild CHIO AachenEmotional sollte Isabell Werths neue Kür sein, und das war sie auch: "Das war wirklich sensationell, ich fand es traumhaft", begeisterte sich die 37-Jährige, die in allen drei Prüfungen der CDIO-Tour ungeschlagen blieb. Mit 82.35 Prozent sicherte sie sich den Sieg im Deutsche Bank Preis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007. "Besser hätte es für uns hier nicht laufen können", sagte die Doppelweltmeisterin der Weltreiterspiele in Aachen 2006. "Ich wollte in die neue Kürmusik, in der Montserrat Caballe Elemente von Vangelis singt, Emotionen hinein bringen. Das scheint voll gelungen zu sein", freute sich die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt. Durch ihren Sieg in der Kür hat sie sich auch den Großen Dressurpreis von Aachen gesichert. Außerdem gewann sie den Piaff-Preis in Memoriam Liselott Schindling - dieser Sonderehrenpreis geht an den bestplatzierten Dressurreiter des Turniers.

Rang zwei ging an die Niederländerin Anky van Grunsven, die für ihre Olympia- und WM-Kür 81.45 Prozent erhielt. "Eigentlich wollte ich in Aachen schon unsere neue Kür präsentieren, aber sie ist leider nicht rechtzeitig fertig geworden", berichtete die 38-Jährige, die ihr zweites Kind im März zur Welt gebracht hat. Das Ergebnis erschien vielen Zuschauern zu hoch, ein Pfeifkonzert startete nach Bekanntgabe. Fehler im starken Trab und in der Wechseltour sowie eine unruhige Grußaufstellung musste das Paar verbuchen. Rang drei ging an einen überaus zufriedenen Jan Brink. "Alles passte sehr gut zur Musik, war schön flüssig, und Briar fühlte sich frisch und motiviert an", freute sich der 46-jährige Schwede, der 77.55 Prozent erhielt. Brink nahm mit seinem 16-jährigen Hengst zweimal an Olympischen Spielen teil und gewann 2005 den Großen Preis von Aachen gewann. Bei den Weltreiterspielen in Aachen wurde das Paar Achter. Seine Musik enthält Lieder der Sängerin Helena Paparizou, die vor zwei Jahren den Eurovision Song Contest gewonnen hatte.

  
Nadine Capellmann, einer der Publikumslieblinge, war enttäuscht. Ihr WM-Teamgold-Pferd Elvis VA schüttelte zu Beginn der Kür mehrfach mit dem Kopf. "Er muss irgendein Insekt im Ohr gehabt haben. Ich dachte schon, oh je, wie soll das werden, aber nach einer Weile hat er sich glücklicherweise berappelt. Auf dem Abreiteplatz lief er spitze, das war sehr schade", so die Würselenerin, die 74.5 Prozent erhielt und damit hinter Ellen Schulten-Baumer und Donatha (75.55 Prozent) auf Rang sechs gelangte. Rang vier ging an die Schweizerin Silvia Iklé mit ihrem 13-jährigen Sinclair-Sohn Salieri. Das Paar erhielt für seine Leistung 76.95 Prozent. Die 58-jährige Schweizerin nahm mit ihrem als schwierig geltendem Salieri an den Olympischen Spielen 2004 teil und wurde bei der WM in Aachen im Grand Prix Special Sechste und in der Kür Elfte. "Salieri kommt nun in ein Alter, wo er seinem Höhepunkt entgegen strebt. Er wird immer beständiger und lässt mich nie im Stich", so die Eidgenössin.

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