Ijsbrand Chardon gewinnt den Talbot-Preis zum zehnten Mal
Dieser Erfolg ist künftig nur schwer zu ereichen, zu toppen wird er wohl gar nicht sein. Und wenn, dann kann Ijsbrand Chardon das nur selbst.
Dieser Erfolg ist künftig nur schwer zu ereichen, zu toppen wird er wohl gar nicht sein. Und wenn, dann kann Ijsbrand Chardon das nur selbst: Zum zehnten Mal gewann der Niederländer die Einzelwertung um den Preis der Familie Richard Talbot beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007. Mit 156,91 Punkten setzte er sich nach der Dressur am Donnerstag, die er auch gewonnen hatte, der Marathonfahrt am Samstag sowie dem abschließenden Hindernisfahren am Sonntag vor dem Schweizer Ex-Weltmeister Werner Ulrich (159,38) und dem Ungarn Zoltan Lazar (160,49) durch. Bester Deutscher wurde der WM-Dritte Christoph Sandmann (Laehden; 161,04), der nach dem Gelände noch auf Platz 2 rangiert hatte, im Hindernisfahren aber nur Rang 16 belegte. "Der Marathon war schwierig, denn es waren teilweise dieselben Hindernisse wie bei der Weltmeisterschaft. Die Spannung war hoch, sehr viele begeisterte Zuschauer und eine tolle Atmosphäre"; so Ijsbrand Chardon. "Auch die Verlagerung des Marathons vom Wald weg in die Soers finde ich sehr positiv. Denn dadurch sind die Bedingungen für alle gleicher. Im Wald hatten die ersten zehn Starter Top-Bedingungen, für die anderen wurde es immer schwieriger. Ich denke auch, dass es für die Zuschauer in der Soers spannender ist, da sie die Strecke besser überblicken können", freute sich der Niederländer, der bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen Silber hinter dem Belgier Felix Brasseur gewonnen hatte. Brasseur ist diesmal beim CHIO Aachen nicht am Start, da er im Winter sein Lousitano-Gespann an den Portugiesen Christopher de Beck abgeben musste.
"Das war heute nicht prickelnd, ich bin enttäuscht", war der deutsche Bundestrainer Ewald Maier mit seinem Team nicht zufrieden. "Chardon hatte mit einem Zeitfehler den Weg für Sandmann freigemacht. Der konnte sich sogar zwei Fehler erlauben. Aber er machte zwei Fehler und erlaubte sich zudem Zeitfehler, da er viel zu langsam gefahren ist." Auch seine anderen Fahrer begeisterten den sonst meist gut gelaunten Bundestrainer nicht gerade. "Beide sind im Hindernisfahren nicht mannschaftsdienlich gefahren. Ich hätte von ihnen eine Nullrunde erwartet." Duen landete gesamt auf Rang 17, Weinmayr auf Rang 19. Besser machten es Josef Zeitler (Rang 9) und Youngster Christian Plücker, der aus dem von Michael Freund trainierten Perspektivteam kommt, als Achter. "Bei seinem ersten Start in Aachen ist er ganz toll gefahren", zollte Maier Plücker Respekt. "Leider konnte ich das Team ja nicht mehr umstellen und Zeitler nominieren", bedauerte der Bundestrainer. Als Duens Pferd verletzt ausgewechselt werden musste, war es für eine Änderung der Nominierung bereits zu spät gewesen. "Ich hatte gedacht, wir würden in etwa gleichwertig mit den Niederlanden rangieren, dass es so gelaufen ist, ist für mich eine echte Enttäuschung."

