Deutscher Sieg im Lambertz Nationenpreis
Spannend war es bis zum Schluss im Lambertz Nationenpreis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007: Als letzte Starterin musste Isabell Werth auf Satchmo die Ehre der gastgebenden Nation hochhalten.
Spannend war es bis zum Schluss im Lambertz Nationenpreis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007: Als letzte Starterin musste Isabell Werth auf Satchmo die Ehre der gastgebenden Nation hochhalten. "Ich stand schon ein bisschen unter Druck", spielte die 37-Jährige die nervliche Anspannung scherzend herunter. "Mit meinem Pferd bin ich überaus zufrieden. Satchmo hat hier heute eine fantastische Prüfung ohne Rucken und Mucken absolviert. Ich bin sehr stolz auf ihn und hoffe, das bestätigt sich in den nächsten Tagen so weiter", strahlte die Rheinbergerin nach ihrem Sieg. Seit 1977 hat das deutsche Team bis auf eine Unterbrechung 2005, als die Niederländer gewannen, stets den Nationenpreis für sich entschieden. Mit einem Endergebnis von 218.791 Prozent setzten sich die deutschen Reiter Isabell Werth/Satchmo (77.333 Prozent), Ellen Schulten-Baumer/Donatha S (71.375 Prozent) und Nadine Capellmann/Elvis VA (70.083 Prozent) an die Spitze. Das Streichergebnis lieferte Hubertus Schmidt mit Wansuela Suerte (60.083 Prozent), die nach der Prüfung aufgrund einer Verletzung zurückgezogen werden musste.
Platz zwei ging mit 216.417 Prozent an die Niederlande. "Unsere Reiter haben hier sehr gute Leistungen gezeigt, obwohl wir nicht in unserer stärksten Besetzung angetreten sind. Nachdem Imke Schellekens-Bartels mit Sunrise in der Hallensaison sehr erfolgreich war, sollte sie nun Pause bekommen. Laurens van Lieren und Hexagons Ollright sind auch eine Weile nicht mehr gestartet, für Hans-Peter Minderhoud war es das erste Mal hier in Aachen und für Salinero war es erst wieder die dritte Prüfung seit der Weltmeisterschaft", berichtete die zweifache Mutter. Ihr Hannoveraner, im vergangenen Jahr Kür-Weltmeister in Aachen, beendete die Prüfung mit 75.29 Prozent auf dem zweiten Platz. "Wir müssen erst wieder in den Prüfungsrhythmus kommen und mussten so ein paar kleine Fehler verzeichnen. Beim Angaloppieren aus der Passage ist er erst falsch angesprungen und auch in der Schritt-Tour hatte er Fehler. Die Atmosphäre in Aachen ist für Salinero immer schwierig. Insgesamt gesehen bin ich aber mit einem zufriedenen Gefühl aus der Prüfung geritten." Rang drei ging an das Team aus Schweden mit 211.875 Prozent. "Wir haben ein gutes Team, das sehr motiviert und beständig gute Ergebnisse geliefert hat", freute sich Schwedens bester Reiter Jan Brink, der mit dem 16-jährigen Hengst Briar auf Rang vier gelangte. Dahinter folgten die Teams aus Frankreich und Großbritannien.
Der dritte Platz in der Einzelwertung im MEGGLE-Preis ging in die Schweiz - Silvia Iklé zeigte mit dem 13-jährigen Sinclair-Sohn Salieri CH eine sichere Runde mit Höhepunkten und erhielt dafür 74.708 Prozent. "In dem Piaff-Passage-Übergang hat sie sogar eine Zehn erhalten. Aachen ist sicherlich nicht einfach für Reiter und Richter, aber wir haben hier heute sehr gute Leistungen gesehen", zog der italienische Richter Dr. Vincenzo Truppa sein Fazit.






