Deutscher Sieg im Mercedes-Benz Nationenpreis
Zum 25. Mal und zum zweiten Mal in Folge wurde das deutsche Team Sieger im Mercedes-Benz-Nationenpreis, einem der Höhepunkte der Samsung Super League.
Zum 25. Mal und zum zweiten Mal in Folge wurde das deutsche Team Sieger im Mercedes-Benz-Nationenpreis, einem der Höhepunkte der Samsung Super League. Bis auf Marcus Ehnings WM-Pferd Noltes Küchengirl (10), das im zweiten Umlauf an einem Oxer patzte, blieben alle deutschen Paare in beiden Umläufen null. Ludger Beerbaum musste im zweiten Umlauf gar nicht mehr antreten. Platz zwei ging an die Schweiz vor Frankreich und Schweden. "Ein Riesenkompliment an unsere Mannschaft, sie hat hier in Aachen im eigenen Land eine brillante Leistung gezeigt", lobte der deutsche Bundestrainer Kurt Gravemeier die vier Reiter. Vier Fehlerpunkte lautete das Gesamtergebnis des Teams.
Ein Jubiläum feiern konnte dabei Ludger Beerbaum/Riesenbeck, der hier in Aachen seinen 100. Nationenpreis bestritt. "Großteils geht dieser Erfolg auf die Kappe meiner Kollegen, Gott sei Dank konnte ich im ersten Umlauf zeigen, dass ich auch dabei bin", scherzte der 43-Jährige, der den 16-jährigen Hengst Goldfever von Grosso Z-Galvano einsetzte. "Ich möchte diesen Sieg meiner Mutter, die vor einem Jahr verstorben ist und das sicher noch gerne mit erlebt hätte, widmen", schloss er bewegt. Beerbaum ging an den Start, um sich für den ROLEX Grand Prix am Sonntag zu qualifizieren. "Shutterfly ist super in Schuss und hat das hier ganz leicht für mich gemacht, ich habe die Ritte absolut genossen. Solch ein Pferd zu haben, ist ein Traum und hier im Stadion zu reiten, einfach Wahnsinn", lobte Meredith Michaels-Beerbaum (39) ihren 14-jährigen Hannoveraner Silvio-Forrest xx-Sohn Shutterfly. Auch der 32-jährige Westfale Christian Ahlmann/Marl lobte seinen Holsteiner Schimmel Cöster, ein 14-jähriger Calato-Sohn: "Er war schon in der Hallensaison sehr gut in Schuss. Zweimal hatte ich Glück gehabt, einmal am Wassergraben. Aber hier bei solch einem Publikum zu starten - diesen Genuss hat man nur einmal im Jahr in Aachen."
Den dritten Platz teilten sich Frankreich und Schweden. Im ersten Umlauf lieferte der 53-jährige Michel Hécart auf dem französischen Le Tot de Semilly-Sohn Itot du Château das Streichergebnis mit fünf Fehlerpunkten, im zweiten Umlauf lag diese "Rolle" bei Roger-Yves Bost (41) und seinem Dollar du Murier-Sohn Ideal de la Loge mit acht Fehlerpunkten. Zum Team gehörten weiter Florian Angot (34) mit First de Launay*HN und Olivier Guillon (35) auf Ionesco de Brekka. Damit setzte das französische Team komplett auf Hengste der Selle Français-Zucht. Bester Starter der Schweden war Royne Zetterman (49) auf dem elfjährigen Feliciano-Sohn Isaac vor den punktgleichen Reitern Rolf-Göran Bengtsson (45) mit Ninja Silla, KWPN-Wallach von Guidam, sowie Helena Lundbäck (31) auf der Cortez-Tochter Madick. Das Streichergebnis lieferte Lotta Schultz (39) mit der Irischen Stute Calibra II von Cavalier.


