Beezie Madden gewinnt den Großen Preis von Aachen
Spannung pur versprach der ROLEX Grand Prix, Der Große Preis von Aachen. Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, gelangten drei Reiter ins Stechen und setzten auf volles Risiko.
Spannung pur versprach der ROLEX Grand Prix, Der Große Preis von Aachen. Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, gelangten drei Reiter ins Stechen und setzten auf volles Risiko. Nachdem der erste Starter Roger-Yves Bost aus Frankreich mit seinem Hengst Ideal de la Loge in 54.45 Sekunden einen Abwurf verbuchen musste, wollte Christian Ahlmann alles geben. "Ich wollte den Großen Preis von Aachen unbedingt gewinnen und wusste, dass ich eine schnelle Zeit vorlegen muss. Denn meine Konkurrentin Beezie Madden hat mit Authentic eines der schnellsten Pferde der Welt. Also habe ich auf volles Risiko gesetzt, und das war am Ende wohl zu groß", so der 32-Jährige. Zwei Abwürfe in 52.88 Sekunden war das Ergebnis des 14-jährigen Holsteiner Schimmelwallachs Cöster von Calato-Constant. Damit war der Weg frei für die Vize-Weltmeisterin von Aachen 2006: Beezie Madden. Die 43-Jährige blieb in 59.31 Sekunden fehlerfrei. Die im US-Staat New York lebende Amerikanerin zählte auf den Olympischen Spielen in Athen zum Gold gewinnenden Team. In Aachen erreichte sie auch mit der Mannschaft die Silbermedaille. Der letzte amerikanische Sieg im Großen Preis von Aachen war 1991 Anne Kursinski auf Starman.
"Hier zu gewinnen, ist für mich ein toller Erfolg, den ich unbedingt in meiner Erfolgsliste haben wollte. Es war sehr spannend, hier zu reiten. Anfangs habe ich mehr auf Risiko gesetzt und bin schneller geritten, um Ende hin konnte ich langsamer reiten, da war mein Ziel, nur noch fehlerfrei zu bleiben", berichtete Beezie Madden. "Am Anfang ist mein Pferd etwas gerutscht, deswegen musste ich vorsichtiger reiten, um null zu bleiben. Leider kam dennoch ein Fehler dazu. Ich reite diesen Hengst, seit er fünf Jahre alt ist. Ich liebe ihn sehr, denn er ist sehr mutig und gut", berichtete der Franzose Roger-Yves Bost.
Nur neun Reiter blieben im ersten Umlauf fehlerfrei, darunter mit Christian Ahlmann auf Cöster und Holger Wulschner mit Clausen zwei Deutsche.
Statements nach dem ROLEX Grand Prix
Am Ende durfte sich Beezie Madden im seit Wochen ausverkauften Springstadion feiern lassen: Die US-Amerikanerin hat beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, den renommierten ROLEX Grand Prix, Großer Preis von Aachen, gewonnen. Mit Authentic siegte sie mit einer fehlerfreien Runde im Stechen (59.31 sek.) vor dem Franzosen Roger-Yves Bost auf Ideal de la Loge (4/54.45) und Christian Ahlmann auf Cöster (8/52.88).
Frage: Herzlichen Glückwunsch Frau Madden. Wie groß ist die Freude?
Beezie Madden: Ich fühle mich fantastisch. Der ROLEX Grand Prix ist einer der ganz besonderen Preise, den man gewinnen will. Umso glücklicher bin ich, weil mir der WM-Titel 2006 hier ja am letzten Hindernis noch entgangen ist. Hier in Aachen ist es toll, das Publikum ist so enthusiastisch und informiert. Es ist ein Traum.
Frage: Mit welcher Strategie sind Sie ins Stechen gegangen?
Madden: Ich habe erwartet, bei diesen zwei starken Gegnern unheimlich schnell reiten zu müssen. Aber da beide mindestens Abwurf hatten, bin ich es dann letztlich doch konservativer angegangen, um unbedingt eine fehlerfreie Runde zu reiten.
Frage: Und Sie, Herr Bost. Zufrieden oder enttäuscht über die knappe Niederlage?
Bost: Ich bin sehr glücklich. Im Stechen war ich anfangs einfach zu schnell und mein Pferd ist ein wenig gerutscht. Aber es hat viel Mut und ich liebe es. Das ist jetzt das zweite Mal nach 1990, dass ich hier Zweiter werde, aber ich bin nicht enttäuscht.
Frage: Christian Ahlmann, Sie sind hier in den vergangenen Tagen sehr beständig geritten und hatten u.a. im Mercedes-Benz Nationenpreis zwei Nullerrunden. Ausgerechnet im Stechen beim ROLEX Grand Prix kamen dann die Abwürfe.
Christian Ahlmann: Stimmt, und deswegen bin ich ein wenig hin- und hergerissen. Insgesamt bin ich mit Platz 3 zufrieden. Ich hatte im Stechen vor Beezie nicht die beste Ausgangssituation, wollte sie unter Druck setzen und habe mit den zwei Abwürfen das Gegenteil erreicht.

