Statements nach dem Nationenpreis
Ludger Beerbaum hätte sich für seinen 100. Nationenpreis keine schöneren Rahmen als hier in Aachen für das Jubiläum wünschen können.
Die deutsche Equipe hat unter Flutlicht zurückgeschlagen: Nachdem man sich bei der WM Aachen 2006 hinter den Niederlanden und den USA mit Bronze zufriedengeben musste, gewannen gestern abend Marcus Ehning auf Noltes Küchengirl, Christian Ahlmann auf Cöster, Meredith Michaels-Beerbaum auf Shutterfly und Ludger Beerbaum auf Goldfever wie schon beim CHIO 2006 den Mercedes-Benz Nationenpreis als Teil der Samsung Super League. Lediglich Marcus Ehning leistete sich einen Abwurf, während im zweiten Umlauf bei der Konkurrenz reihenweise die Stangen fielen. So musste Schlussreiter Ludger Beerbaum im zweiten Durchgang noch nicht einmal mehr antreten. Platz 2 holte sich die Mannschaft aus der Schweiz (12 Fehlerpunkte) vor Frankreich und Schweden (je 20).
Frage: Herzlichen Glückwunsch, Herr Beerbaum. Sie durften heute nicht nur Ihren 100. Nationenpreis sondern dann auch noch den Sieg feiern.
Ludger Beerbaum: Vielen Dank - und die Kollegen haben mir den Sieg einfach gemacht. Ich hätte mir keinen schöneren Rahmen als hier in Aachen für das Jubliäum wünschen können. Wenn man sich vorher ein Drehbuch überlegt hätte, dann hätte es genauso ausgesehen. Ich bin wirklich glücklich.
Frage: Können Sie sich denn noch an Ihren ersten Nationenpreis erinnern?
Beerbaum: Das war 1985 in Dublin. Da waren Marcus und Meredith wahrscheinlich noch nicht einmal geboren (lacht).
Frage: Frau Michaels-Beerbaum, geboren waren Sie natürlich schon, aber war Ludger in Ihrer Kindheit ein großes Vorbild?
Meredith Michaels-Beerbaum: Natürlich, und wir haben heute extra hart gekämpft, damit wir anschließend groß feiern können. Shutterfly hat mich heute begeistert, ich habe jede Runde vor diesem Publikum genossen. Er hat fast alles allein gemacht und ich musste mir zwischen den Sprüngen immer wieder sagen, so, jetzt solltest Du auch einmal reiten.
Frage: Was haben Sie nach dem letzten Sprung gedacht, als der Sieg feststand?
Michaels-Beerbaum: Schade, dass das bei der WM nicht genauso geklappt hat (lacht).
Frage: Herr Ehning, Sie hatten heute den einzigen Abwurf ihres Teams. Was war am Hindernis passiert?
Marcus Ehning: Wir sind zu flach gesprungen (lacht). Nein, das war ein Fehler, wie er immer wieder mal unterläuft. Insgesamt hat mich Noltes Küchengirl heute sehr überzeugt. Außerdem wusste ich ja, dass drei solche Granaten wie Ludger, Meredith und Christian nach mir reiten. Letztlich sind wir einfach froh, heute hier in Aachen gewonnen zu haben.
Frage: Herr Gravemeier, als Bundestrainer haben Sie also alles richtig gemacht?
Kurt Gravemeier: Unser Team hat hervorragend gekämpft, nachdem die Schweiz im ersten Umlauf vorgelegt hatte. Gratulieren möchte ich vor allem Ludger zu seinem 100. Nationenpreis. Was er für die Reiterei geleistet hat, wird in die Geschichte eingehen.
Frage: Steht nach dem heutigen Triumph auch schon das Team für die EM in Mannheim?
Gravemeier: Das wird sich in den kommenden Wochen entscheiden, jetzt genießen wir erst einmal den Sieg in Aachen.

