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Ostholt auch nach der Teildisziplin Springen vorne

Nach den beiden Teildisziplinen Dressur und Springen, die am Freitagmorgen im Deutsche Bank Stadion bzw. heute am Spätnachmittag im Springstadion stattfanden, führt der 32-Jährige die Zwischenwertung in der Disziplin Eventing deutlich an.

Frank Ostholt auf Air Jordan / Bild CHIO AachenDie Ersten werden die Letzten sein - zumindest gilt das am Samstag im Gelände der Soers. Denn erst wenn Frank Ostholt in der dritten Teilprüfung des DHL-Preises über die Ziellinie geritten ist, steht auch der Sieger der Vielseitigkeits-Prüfung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO 2007, fest. Nach den beiden Teildisziplinen Dressur und Springen, die am Freitagmorgen im Deutsche Bank Stadion bzw. heute am Spätnachmittag im Springstadion stattfanden, führt der 32-Jährige die Zwischenwertung in der Disziplin Eventing deutlich an. 35,80 Punkte verbuchte der Team-Weltmeister mit seinem Spitzenpferd, dem zwölfjährigen Air Jordan, und geht damit als Führender der Wertung mit Startnummer 34 als Letzter auf die rund vier Kilometer lange Strecke. Das garantiert Spannung, denn bis zum letzten Starter bleibt die Wertung offen. "Mein Pferd ist in der Dressur so locker wie nie gegangen", freute sich der 32-Jährige schon nach der Dressur am Morgen, für die er gleich zweimal abritt. "Das hat sich bewährt." Locker blieb Air Jordan auch im Springen, das er fehlerfrei absolvierte.

Auf Platz 2 rangiert mit 40,40 Punkten die zweifache Weltcup-Siegerin Linda Algotsson (Schweden) auf dem 17-jährigen Stand By Me vor dem französischen Ex-Europameister Nicolas Touzaint (44,00) auf dem zwölfjährigen Hidalgo de I'Ile. Zweitbester deutscher Starter ist Andreas Dibowski, der mit seinem 16-jährigen Wallach FRH Little Lemon 44,20 Punkte verbuchte. "Mit meinem Ritt in der Dressur war ich zufrieden….", sagte der 41-Jährige. Etwas knapp bemessen erschien aber die Bewertung. Mit einer fehlerfreien Runde im Parcours verbesserte Dibowski sich aussichtsreich auf Platz vier. Ein Fehler im nachmittäglichen Springen warf dagegen Weltmeisterin Zara Phillips (Großbritannien) und ihr WM-Pferd Toytown mit 47,30 Punkten auf Platz neun zurück. Die beiden weiteren deutschen Team-Reiter, Peter Thomsen mit The Ghost of Hamish und Hinrich Romeike mit Marius Voigt-Logistik, rangieren mit 52,70 bzw. 52,80 Zählern auf den Plätzen 16 bzw. 17.

  
Nach den beiden Teilprüfungen Dressur und Springen gehen die deutschen Reiter mit einem recht komfortablen Vorsprung ins Gelände. Mit 132,70 Punkten führen sie deutlich vor Großbritannien (149,10) und Schweden (158,90). Wird es am Samstag den dritten Sieg einer deutschen Equipe nach Dressur und Springen beim CHIO Aachen geben? "Wir versuchen die Prüfung als normales Turnier zu sehen und nicht als Nationenpreis-Premiere, damit wir nicht unter Druck stehen", verriet Bundestrainer Hans Melzer seine mentale Taktik.

Das Springen der Eventer wurde von einem großen Publikum interessiert verfolgt. Insgesamt besuchten am heutigen Freitag 28.000 Zuschauer das Weltfest des Pferdesports, CHIO 2007.

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