Statements der deutschen Vielseitigkeitsreiter
Bei der ersten Vielseitigkeit beim CHIO Aachen seit über 70 Jahren feierten die 22.000 Zuschauer zwei deutsche Siege
Bei der ersten Vielseitigkeit beim CHIO Aachen seit über 70 Jahren feierten die 22.000 Zuschauer zwei deutsche Siege: Frank Ostholt aus Warendorf gewann den DHL-Preis souverän auf Air Jordan im Einzel (39,40 Fehlerpunkte) vor der Schwedin Linda Algotsson auf Stand by Me (40,40) und dem Franzosen Nicolas Touzaint auf Hildalgo de L'ile (45.60). Die Enkelin der britischen Queen, Zara Phillips, wurde auf Toytown Fünfte (48,10). In der Gesamtwertung siegte die deutsche Equipe (140,30) mit Ostholt, Andreas Dibowski, Peter Thomsen und Hinrich Romeike vor den Briten (159,70) und den Schweden (160,50).
Frage: Wie fühlt man sich als erster Sieger der Vielseitigkeit in Aachen seit so vielen Jahren?
Frank Ostholt: In Aachen vor diesem Publikum zu reiten ist so schon ein Traum. Aber zu siegen ist unglaublich. Wie die Zuschauer gejubelt und uns unterstützt haben, an den Seiten habe ich immer wieder Laola-Wellen gesehen. Ich bin sehr glücklich, alles war phänomenal.
Frage: Dabei wirkte Ihr Geländeritt sehr souverän und abgeklärt?
Ostholt: Air Jordan war fantastisch, er ist unglaublich routiniert. Und die Strategie, immer den direkten Weg zu reiten, war vorher genau im Team abgesprochen. Deswegen konnte ich jeden Sprung konzentriert angehen und alles hat genauso geklappt wie geplant.
Frage: Wie schwer war denn heute der Kurs, den Rüdiger Schwarz angelegt hat?
Ostholt: Er hat einen super Job gemacht. Der Kurs war technisch anspruchsvoll, und es zeugt von der Qualität, dass es trotzdem keinen Sturz gegeben hat. Vor einer Geländeprüfung bin ich immer nervös, aber deshalb gehe ich immer mit dem nötigen Respekt in jeden Parcours.
Frage: War Ihnen während des Rittes bewusst, dass Ihnen Algotsson nahe gekommen war?
Ostholt: Ich habe mir immer gesagt: Bleibt ruhig. Schließlich bin ich ja nicht gestartet um 2. oder 3. zu werden. Und so musste ich die Nerven behalten.
Frage: Herr Melzer, nach dem Doppelsieg müssen sie als Bundestrainer glücklich sein?
Hans Melzer: Natürlich. Das war toller Sport, das waren tolle Tage in Aachen. Der CHIO ist aus der Vielseitigkeit schon jetzt nicht mehr wegzudenken. Schöner als hier können wir es uns nicht vorstellen. Daran können sich andere Veranstalter ein Beispiel nehmen.
Hinrich Romeike: Stimmt, wir waren nach der WM erst das zweite Mal hier, aber es fühlt sich wie zehn Jahre an. So wohl fühlen wir uns hier.
Frage: Was halten Sie von der Entscheidung, die Geländeprüfung an den Schluss der Vielseitigkeit zu legen?
Ostholt: Das war perfekt. Schließlich ist die Geländeprüfung das Besondere an der Vielseitigkeit und sollte den Höhepunkt setzen. Auch die Abschlussrunde im Hauptstadion war genial. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und können den Organisatoren nur gratulieren.






