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Piaff-Förderpreis 2008: Auftaktlehrgang in Warendorf

Beim jüngsten Auswahllehrgang bewarben sich rund 30 Nachwuchsreiter (bis 25 Jahre) mit Grand-Prix-Ambitionen in Warendorf um einen Startplatz in der gleichnamigen Turnier-Serie.

Das beste Ergebnis in der abschließenden Sichtungsprüfung erzielte Andrea Timpe (22, Hattingen). Mit einem Ergebnis von über 70 Prozentpunkten ließ die ehemalige Mannschafts-Europameisterin der Jungen Reiter mit ihrer Neuwerbung Rosselini die Konkurrenz hinter sich. Für diese Leistung wurde die von Dolf-Dietram Keller (Bad Bevensen) trainierte Pferdewirtin gemeinsam mit 13 weiteren Reitern für die Teilnahme an der Serie ausgewählt:

Karin Ammeling (Nordhorn/WES)

Miriam Becher (Waldbröhl/RHL)

Hedda Droege (Hagen a.T.W./WES)

Julia Elsässer (Rottenburg/BAW)

Marion Engelen (Kerken/RHL)

Pia Bianca Grün (Neu-Isenburg/HES)

Kathleen Keller (Bad Bevensen)

Fabienne Lütkemeier (Paderborn/WEF)

Viktoria Michalke (Isen/BAY)

Jill Jessica Mieleszko (Paderborn/WEF)

Kristina Sprehe (Dinklage/WES)

Katharina Winkelhues (Köln/RHL)

Carolin Wittenborn (Ketsch/BAW)


"Das Niveau ist jedes Jahr ein bisschen besser", äußerte sich Holger Schmezer (Verden) mit dem Ergebnis der Sichtungsprüfung zufrieden, die nach seiner Meinung den Trainingseindruck der Vortage wiedergab. Auch in diesem Jahr waren einige neue Paare am Start, darunter sehr junge Reiterinnen wie die beiden Mannschafteuropameisterinnen der Junioren, Victoria Michalke und Fabienne Lütkemeier, oder Karoline Kniha (München). Die erst 15-jährige Reiterin stellte in Warendorf den früher von Mannschaftsolympiasieger Martin Schaudt gerittenen Loesdau's Loriot vor. "Damit haben wir eines der Ziele erreicht: Dass die Reiter schon früh den Weg in Richtung Grand Prix einschlagen", so Schmezer. "Früher haben die meisten erst nach der Junge-Reiter-Zeit angefangen, sich überhaupt mit dem Grand Prix zu befassen - und haben oftmals den Übergang nicht geschafft. Auf diese Weise haben wir damals viele Nachwuchstalente verloren." Inzwischen ist der Piaff-Förderpreis ein fester Bestandteil des deutschen Turnier- und Ausbildungskonzeptes geworden. "Als wir mit der Serie anfingen, hatten wir in Warendorf gerade einmal ein knappes Dutzend Paare am Start", erinnerte der Bundestrainer an die Anfänge des Piaff-Förderpreises. "In diesem Jahr waren es 52 angemeldete Pferde und 32 Paare in der Sichtungsaufgabe."

  
Ermöglicht wurde und wird die Serie durch die Liselott-Schindling-Stiftung zur Förderung des Dressursports, deren Vorsitzender Klaus Rheinberger (Anspach) wie in jedem Jahr den Lehrgang von Anfang an verfolgte: "Es ist einfach schön, das Leuchten in den Augen der Jugendlichen zu erleben, wenn es hier gut geklappt hat", brachte der Dressur-Mäzen seine persönliche Freude an dieser Serie zum Ausdruck. Rheinberger weiß aber auch, dass der Piaff-Förderpreis nur der erste Schritt in die richtige Richtung ist. Das große Ziel, Eingang in den Großen Sport oder gar in den Championatskader zu finden, "bleibt schwer und hängt von vielen Faktoren ab." Zwei haben diesen Sprung bereits geschafft: Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg), dreifache Gewinnerin des Piaff-Förderpreis-Finales in Stuttgart, startete im vergangenen Jahr bei den EM in Turin für Deutschland. Auch Carola Koppelmann (Warendorf), Finalteilnehmerin 2002, glückte jetzt der Einzug in den Championatskader. Und wer weiß, vielleicht gelingt es ja einem der diesjährigen Piaf-Förderkreis-Reiter, irgendwann in ihre Fußstapfen zu treten.

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