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RIDERS TOUR Finale 2009: Mit Herzklopfen nach München

Es ist gerade mal sechs Monate her, da begann die internationale RIDERS TOUR 2009 beim Deutschen Spring-Derby in Hamburg. Jetzt folgt vom 4. bis 6. Dezember das Finale in München.

  
Und nie zuvor war das „Gedränge“ so groß auf den vorderen Plätzen. Dicke Punktepolster? Das war einmal vor fünf oder sechs Jahren – heute sind die besten Springreiter viel enger zusammengerückt und jeder kann jeden schlagen.

Das treibt den Adrenalinspiegel in die Höhe und zwar im Parcours genauso wie auf den Tribünen und es sind gleich rund 10.000 Zuschauer, die in München sonntags jeden Galoppsprung verfolgen, Distanzen „mitreiten“, Daumen drücken oder den Atem anhalten, wenn sich im Großen Preis der MUNICH INDOORS entscheidet, wer der RIDER of the YEAR wird, der beste und kompletteste Springreiter der Saison. Seit 2001 wird diese Frage in der RIDERS TOUR gestellt.

Chancen hat einer, der schon seit Jahrzehnten einen erstklassigen Ruf hat, aber trotzdem selten die Schlagzeilen bestimmt: Gilbert Böckmann aus dem niedersächsischen Lastrup, 49 Jahre alt und mit 41 Punkten die Nummer eins im Ranking. Und er weiß schon genau, worauf es in München ankommt: „Erwartungsdruck macht mir nicht soviel aus, ich weiß einfach, dass ich Null reiten muss, dass ich mich konzentrieren muss – das Pferd macht keine Fehler.“ Und wenn da noch 50 Verfolger wären, darum kümmert sich Gilbert Böckmann nicht, denn: „Das bringt ja auch nichts. Ich gucke mir sonst in einem Springen auch nur zehn Leute an und dann bereite ich mich selbst vor.“

Am dichtesten dran am Führenden ist mit 37 Zählern Christian Ahlmann aus Marl, Doppel-Europameister von 2003, und Olympia-Dritter mit der Mannschaft in Athen. Gemeinsam hat er mit Gilbert Böckmann, dass er auch nicht viele Worte macht. „Es wird ein harter Kampf,“ ließ Ahlmann nach dem Sieg bei der 5. Tour-Etappe in Hannover wissen. Das stimmt, denn auf Ahlmann folgt im Ranking der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum mit 36 Punkten, dann der Weltranglistenerste Marcus Ehning mit 33 Zählern und dann der Olympiazweite Rolf-Göran Bengtsson (SWE) mit 30 Punkten. Nicht viel komfortable Distanz auf den „letzten Metern“. Und der Endspurt beginnt ganz genau am Samstag, dem 5. Dezember um 14.55 Uhr mit der Qualifikation zur Wertungsprüfung in einer Springprüfung mit Stechen. Die besten 40 Paare dieser Qualifikation treten dann im Großen Preis der MUNICH INDOORS am Sonntag ab 15.15 Uhr zur letzten Punktejagd der TOUR-Saison 2009 an. Mit Herzklopfen – ganz bestimmt!

 

Das Ranking vor der 6. Etappe in München:

1. Gilbert Böckmann (Lastrup), 41 Punkte

2. Christian Ahlmann (Marl), 37

3. Ludger Beerbaum (Riesenbeck), 36

4. Marcus Ehning (Borken), 33

5. Rolf-Göran Bengtsson (Schweden), 30

6. Beat Mändli (Schweiz), 25

7. Marco Kutscher (Riesenbeck), 24

8. Julia Kayser (Österreich), 22

8. Thomas Frühmann (Österreich), 22

10. Lars Nieberg (Homberg), 21
Das Siegerpferd ist ein Belgier, der Reiter ist Mannschafts-Europameister und kommt aus der Schweiz. Pius Schwizer verfolgte 2009 konsequent das Konzept der sukzessiven Steigerung weiter.

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Hier finden Sie alle aktuellen Informationen zum Programm und den Ergebnissen von den Munich Indoors 2009.
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