CSI München: Ludger Beerbaum gewinnt Riders-Tour 2011
Bis zum letzten Paar der Siegerrunde beim Großen Preis von München musste Ludger Beerbaum zittern. Doch am Ende durfte sich der 48-Jährige über seinen fünften Sieg in der Gesamtwertung der Riders-Tour freuen und sich als „Rider of the year 2011“ feiern lassen.
Dabei war Beerbaum allerdings auf die Mithilfe seiner Konkurrenten angewiesen, da er mit Gotha FRH nach zwei Abwürfen im Normalumlauf die Siegerrunde nicht erreichen konnte. Seine schärfste Mitbewerberin im Sieg in der Gesamtwertung, die erst 21-jährige Katrin Eckermann, hatte es als letzte Starterin in der Siegerrunde in der Hand, sich den Gesamtsieg der Tour noch zu sichern. Mit einem dritten Platz in der letzten Etappe der Riders-Tour hätte Eckermann den Gesamtsieg noch erringen können. Doch bereits am ersten Hindernis der Siegerrunde unterlief der Bereiterin des Gestüts Berl in Münster mit ihrem Schimmel Carlson ein Abwurf, was ihr mit einer Zeit von 39,90 Sekunden Platz sieben im Großen Preis und mit insgesamt 47 Punkten Platz zwei in der Gesamtwertung der Riders-Tour einbrachte.
Dritter in der Gesamtwertung wurde Jörg Oppermann. Der 26-Jährige, der in dieser Saison neben seinem Sieg bei den German Classics in Hannover zahlreiche internationale Erfolge feiern konnte, kam im Großen Preis mit Che Guevara auf Platz acht (vier Strafpunkte in 40,74 Sekunden). In der Gesamtwertung der Tour erreichte er 35 Punkte und verdrängte damit Robert Whitaker (GBR), der 32 Punkte auf seinem Konto anhäufen konnte, auf den undankbaren vierten Platz. Die drei Erstplatzierten der Riders-Tour durften sich jeweils über einen PKW als Ehrenpreis freuen. Für den „
Rider of the year 2011“
Ludger Beerbaum war es nach Berechnung der Bild-Zeitung der 103. PKW im Laufe seiner Sportkarriere.
Den mit insgesamt 80.000 Euro dotierten Großen Preis gewann „Altmeister“ John Whitaker (GBR), der mit seinem Routinier Peppermill die Siegerrunde fehlerfrei in 38,71 Sekunden beendete. Zweiter wurde Johannes Ehning mit Salvador V (null Strafpunkte in 39,81 Sekunden). Der jüngere Bruder von Marcus Ehning hatte bereits am Vortag das Championat von München für sich entscheiden können. Platz drei im Großen Preis holte sich der Holsteiner Thomas Voß mit Carinjo (null Strafpunkte in 41,25 Sekunden).
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