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Deutsche Meisterschaften
DJM Springen Dressur Voltigieren Aachen 2010 2334
Springen und Dressur zweite Wertungspruefung 2382
DJM Aachen 2010: Titelkämpfe gingen in die zweite Runde
Dem Titel ein Stückchen näher gekommen sind heute die Nachwuchsreiter und -voltigierer bei den Jugendmeisterschaften in der Aachener Soers. Mit der zweiten Wertungsrunde entschied sich, wer ins Finale einziehen und weiter um die Medaillen kämpfen darf.
Während also ein bayerischer Maximilian bei den Junioren die Spitzenposition erklomm, verschenkte ein anderer seine Führung: Maximilian Schmid (Utting), Sieger in der ersten Wertungsprüfung der Jungen Reiter. Ihm erging es ähnlich wie Dana Erichsen. Ein Fehler am letzten Sprung kosteten ihn vier Strafpunkte und ließen ihn auf Platz sechs zurückfallen. Neue Nummer eins auf dem Weg zum Meistertitel ist der Mannschaftseuropameister Patrick Stühlmeyer (Mühlen) mit Rubin-Ascot. Mit seiner Nullrunde ließ er nicht nur Schmid, sondern auch seinen Teamkollegen Lars Grafmüller (Rheine) mit Induction hinter sich (Zwischenstand 1,26 Punkte). Dieser lag nach dem ersten Tag noch auf Platz zwei, musste heute aber - wie viele andere auch - einen Abwurf am Einsprung der zweifachen Kombination in Kauf nehmen. Fehlerfrei kam dagegen die 20-jährige Rheinländerin Nathalie van Lith (Kempen) mit Wera ins Ziel und schloss damit im Zwischenklassement zu Patrick Stühlmeyer auf (1,84/Platz zwei). Dritter in der Meisterschaftswertung ist nach zwei Wertungsprüfungen Jan Wernke (Holdorf) mit Queen Mary (2,16). Insgesamt gab es auch bei den Jungen Reitern nur fünf Nullrunden. Die schnellste ging auf das Konto der Baden-Württembergerin Linda Marschall (Donaueschingen) mit Ravel, die damit auf Platz neun in der Meisterschaftswertung aufrückte. Für das morgige Finale konnten sich 24 Junge Reiter empfehlen, bei den Junioren sind noch 32 Paare "im Rennen".
Am Freitag waren sie die ersten, am Samstag die letzten auf dem Springplatz: die Ponyreiter. Hier siegte mit der schnellsten Nullrunde Marie Schulze Tophoff (Havixbeck), in diesem Jahr Mitglied der deutschen Children-Equipe bei den EM in Jardy, mit Mentos Junior. Insgesamt blieben fünf Paare abwurffrei. Darunter vier "Wiederholer" vom Vortag, die damit morgen mit weißer Weste ins Finale starten. Erstmals wird bei der DM ein neues Berechnungssystem angewandt, bei dem nicht mehr die umgerechneten Platzierungsziffern, sondern die Addition der Strafpunkte aus den Wertungsspringen über Sieg und Platz entscheidet. Insgesamt sind 25 Paare im Finale startberechtigt. Neben Marie Schulze-Tophoff liegen Justine Tebbel (Emsbüren) mit dem Schecken Okelands Little Bow Wow, Franziska Dotkoette (Gronau) mit Mr. X und Johanna-Luise Schürmann (Gehrde) mit Twister mit jeweils null Punkten auf Medaillenkurs.
Kurs auf Gold hat auch Johanna-Luise Schürmanns ältere Schwester Charlott-Maria Schürmann (Gehrde) genommen. Die Triple-Europameisterin konnte sich mit World of Dreams auch am zweiten Tag der DJM auf dem Viereck durchsetzen. Mit 73,596 Punkten waren die 17-Jährige und ihr gleichaltriger Hengst World of Dreams in der Juniorenkonkurrenz das Maß der Dinge. Die 70-Prozent-Marke konnte heute aber auch ihre EM-Teamkollegin Jill de Ridder (Aachen) mit Charmeur durchbrechen. Für sie gab es 71,175 Prozentpunkte von den Richtern. Im Zwischenstand liegt die Lokalmatadorin allerdings mit 138,283 Punkten fast neun Punkte hinter der Führenden (147,83). Auf Platz drei landete Vorjahres-Bronzemedaillengewinnerin Katalin Garrn (Guderhandviertel) mit Debbie. Mit 67,895 Prozentpunkten verwies sie Johanna Wienkamp (Rheine) mit Don Pedro auf Rang vier (67,544). Im Zwischenstand muss Garrn mit 134,832 allerdings der 18-jährigen westfälischen Reiterin den Vortritt lassen, die mit 135,382 Punkten auf dem Bronzerang liegt.
Bei den Jungen Reitern fiel bereits mit dem neunten Paar eine Vorentscheidung über den Sieg. Mannschafts-Europameisterin Sanneke Rothenberger (Bad Homburg) eilte im Sattel von Deveraux OLD mit 75 Prozentpunkten dem restlichen Starterfeld davon. Am dichtesten heran kam wie schon am Vortag Annabel Frenzen (Krefeld) mit Cristobal (71,667 Prozentpunkte). Einen Sprung nach vorne gelang Lena Teichert (Wildeshausen) mit D'accord. In der ersten Wertungsprüfung mit 66,93 noch Zehnte, kam sie dicht an die 70-Marke heran und belegte hinter den beiden Spitzenreitern den dritten Platz (69,368). Im Zwischenstand liegt allerdings eine andere auf dem Bronzerang: Kathleen Keller (Harsefeld). Die Tochter des ehemaligen Bundestrainers Dolf-Dietram Keller kam mit ihrem neuen Pferd Halloween am ersten Tag auf 70,175 Prozentpunkte und landete heute mit 69,123 Prozentpunkten auf dem vierten Platz.
Drei Paare überwanden auch bei den Ponyreitern die "Schallmauer" von 70 Prozentpunkten. Allen voran Lena Charlotte Walterscheidt (Mönchengladbach) mit Deinhard B, der laut Bundestrainerin Cornelia Endres (Dülmen-Buldern) nach seinem "Ausfall" am Vortag "wieder in der Spur" war. Mit 74,167 Prozentpunkten sicherte sich die Rheinländerin nicht nur den Sieg, sondern machte auch einen Sprung vom 19. auf den dritten Platz im Zwischenstand. Aktuell Führende und damit heißeste Anwärterin auf den Titel ist Einzeleuropameisterin Jessica Krieg (Heinsberg) mit ihrem Zweitpony Ghost, auch wenn sie heute mit 73,426 Prozentpunkten "nur" Zweite wurde. In der Gesamtwertung liegt sie mit 180,402 Punkten vor der heute drittplatzierten Grete Linnemann (Sittensen) mit Cinderella M WE (70,741 beziehungsweise 178,217) und Lena Charlotte Walterscheidt (175,198).
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