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Deutsche Meisterschaften
DM Fahren Einspaenner Grumbach 2010 2249
Disziplin Hindernisfahren 2259
DM Einspänner 2010: Mareike Harm ist Deutsche Meisterin
Mareike Harm aus Negernbötel in Schleswig-Holstein ist mit ihrem Pferd Do Marina die neue Deutsche Meisterin der Einspänner. Spannender konnte es im sächsischen Grumbach-Wilsdruff kaum werden.
"Das kam wirklich unverhofft, denn Thorsten hatte ja reichlich Abstand", freute sich die 24-jährige Mareike Harm, die zum ersten Mal Deutsche Meisterin wurde. "Ich hätte es Thorsten auch gegönnt, er fährt ja ein Pferd von mir, aber ich freue mich so natürlich auch riesig." Mareike Harm hatte im Kegelparcours mit Do Marina einen Ball und zwei Fehler wegen Überschreitens der erlaubten Zeit. Damit hätte Thorsten Zarembowicz sogar statt vorher nur zwei sich jetzt drei Bälle erlauben können. Als er in den Parcours einfuhr wurde es ruhig auf den Tribünen. Dann fiel gleich am ersten Hindernis ein Ball vom Kegel. Im weiteren Verlauf kamen noch zwei Bälle hinzu. "Die Zeit wird knapp, das schafft er nicht", vermutete Bundestrainer Eckhardt Meyer (Hermannsburg) schon, während Zarembowicz noch fuhr. Und er sollte Recht behalten, zu den neun Punkten für die abgefallenen Bälle kamen noch sieben Strafpunkte für Zeitüberschreitung hinzu. "Sunrise ist immer wieder angaloppiert, dadurch war es alles etwas unruhig, sonst bin ich den Kegelparcours immer im starken Trab gleichmäßig durchgefahren", erklärte Zarembowicz, der bereits 2006 und 2008 Deutscher Meister war.
Eine rasante Runde ohne Fehler zeigte dagegen Dieter Lauterbach, der nach Dressur und Gelände noch auf Platz sechs gelegen hatte. "Der galoppiert sogar durch die Schlangenlinien", staunte die spätere Meisterin Mareike Harm. Lauterbach blieb fehlerfrei und profitierte von den Fehlern der anderen, so dass er sich den Vize-Titel noch sichern konnte. Der Deutsche Meister von 2009 Detlef Böhlmann, der nach Dressur und Gelände auf Platz drei gelegen hatte, konnte diesen Platz trotz 7,5 Fehlern im Kegelparcours halten. "Ich ärgere mich nicht, dass ich den Titel nicht verteidigen konnte, sondern freue mich, dass ich überhaupt auf dem Treppchen stehe, da ich in der Woche zuvor auch nicht viel trainieren konnte", sagte Böhlmann. "Mareike war auch wirklich mal an der Reihe." Auf Platz fünf kam Tino Bode (Halle/144,42) mit Desmond vor Klaus Tebbe (Neuenkirchen/145,44) mit Weltano. Reinhard Burggraf (Geretsried/146,63) platzierte sich mit Albführen's Poesie auf Rang sieben. Platz acht ging an Armin Müller-Rasmussen (Bad Endbach/147,91) mit Darwin und Platz neun an Heinz Künstler (Grefrath/148,59) mit Ragando.
Den Länderpokal gewann die Mannschaft aus Hessen mit Thorsten Zarembowicz, Armin Müller-Rasmussen und Dieter Lauterbach vor dem Team aus Westfalen mit Christoph Dieker (Gescher), Joseph Heisterkamp (Bocholt) und Klaus Tebbe. Platz drei ging aus die Mannschaft Hannover mit Detlef Böhlmann, Katrin Elfeld (Hitzacker) und Klaus Wittmann (Salzhausen).
Neben den Deutschen Meisterschaften der Einspänner hat in Wilsdruff auch der Bundesvergleichswettkampf der Pony-Einspänner stattgefunden. Nach Platz drei in der Dressur und Platz zwei im Gelände hatte Andreas Pues-Tillkamp (Glandorf) mit Kurbaums Flop die Führung übernommen. Im Kegelfahren fiel nur ein Ball und er blieb in der Zeit und sicherte sich so in dieser Teilprüfung Platz zwei, so dass er am Ende auch den Bundesvergleichswettkampf der Pony-Einspänner gewann. "Ich bin sehr zufrieden mit meinem Pony, er lief an allen drei Tagen gut, dabei bin ich gar nicht so zuversichtlich hier hingefahren", sagte der Sieger. "Schade aber, dass nur so wenige Pony-Einspänner hier waren." Acht Gespanne starten in der Kombinierten Wertung, aber nur sechs im Bundesvergleichswettkampf, da zwei Fahrer jeweils zwei Pferde dabei hatten, aber nur mit einem im Bundesvergleichswettkampf starten durften. So kam es, dass Theo Bopp zwar mit Lobely Platz zwei in der Kombinierten Wertung belegte und Armin Willnecker (Thalmässing) mit Marcel Platz drei, aber beide hatten ihr anderes Pferd für die Meisterschaftswertung benannt. Neben Andreas Pues-Tillkamp standen dann Patrick Hanisch (Ennigerloh) und Frank Rothaus (Schlangen) auf dem Treppchen und bekamen die Medaillen und Schärpen überreicht.
Zusätzlich zu den Prüfungen für die Einspänner und die Pony-Einspänner gab es in Wilsdruff auch eine Sichtung für die Zweispänner, da diese in diesem Jahr erstmalig einen Nationenpreis haben und dafür eine Mannschaft besetzt werden muss. Nach Dressur und Gelände führte Rudolf Huber (Stuhr/132,62 Punkte) vor Reinhard Burggraf (Geretsried/137,57) und Hans-Georg Schröder (Anklam/139,69). Im Hindernisfahren legte Schröder mit seinen Schimmeln eine Nullrunde vor, erhielt aber 8,5 Strafpunkte wegen Überschreitens der erlaubten Zeit, die sehr knapp bemessen war. Reinhard Burggraf startete als nächster und fuhr statt durch das erste Hindernis von hinten durch das letzte Hindernis und wurde abgeläutet. Wegen "Einschlagens eines falschen Parcours" schied er nicht nur im Hindernisfahren aus, sondern auch in der Kombinierten Wertung. Rudolf Huber fuhr als letzter Starter den Sieg in der Kombinierten Wertung souverän nach Hause (139,12), und gewann zusätzlich das Kegelfahren mit insgesamt 6,5 Fehlern. Auf Platz zwei in der Kombinierten Wertung kam Schröder (148,19) vor dem Dressursieger Stefan Schottmüller (Kraisgau/153,19). Platz vier ging an Lokalmatador Mario Junghanns (Grumbach/159,42), Platz fünf an Arndt Lörcher (Wolfenbütteln/163,66).
Bei den Pony-Zweispänner machte der bis dahin Führende der Kombinierten Wertung Tim Dallmann (Blankensee) den gleichen Fehler wie Reinhard Burggraf. Er fuhr nach dem Start nicht durch Hindernis eins, sondern von hinten durch Hindernis 19 und schied aus. Die Kombinierte Wertung gewann Fabian Gänshirt (Meißenheim) mit 158,65 Punkten vor Detlef Landgraf (Remse) mit 168,47 Punkten.
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