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DM Münster 2010: Erfolgreiche Titelverteidigung für Isabell Werth im Grand Prix Special

Die ersten Medaillengewinner bei den Deutschen Meisterschaften der Dressur- und Springreiter in Münster stehen fest. Isabell Werth holte sich mit Warum nicht FRH (77,708 Prozent) Gold im Grand Prix Special und verteidigte damit ihren Titel aus dem Vorjahr.

Für Isabell Werth war es der insgesamt zehnte Titel bei Deutschen Meisterschaften. Die Silbermedaille ging an Anabel Balkenhol aus Rosendahl mit Dablino (76,667), die noch den Grand Prix am Donnerstag für sich entscheiden konnte. Nach Silber im vergangenen Jahr holte sich Matthias Alexander Rath mit Sterntaler Unicef (73,750) jetzt Bronze.

"Im Gegensatz zum Grand Prix, zeigten sich die meisten Pferde heute deutlich verbessert", zog Bundestrainer Holger Schmezer ein positives Fazit nach dem Special. Allen voran Isabell Werth, die von Beginn an keinen Zweifel an ihrem Sieg aufkommen ließ. "In der Tat bin ich heute sehr zufrieden. Hannes war deutlich konzentrierter und so konnte ich mehr auf Angriff reiten", sagte die 40-Jährige. "Gerade nach meiner ersten Tour war ich zuversichtlich und der kurzfristige Blick auf die Anzeigentafel hat mich dann sehr beglückt."

Die Deutschen Meisterschaften in Münster sind zugleich auch die letzte Sichtungsetappe für die Weltreiterspiele vom 25. September bis 10. Oktober in Kentucky. Nach ihrem Überraschungssieg im Grand Prix haben sich für Anabel Balkenhol im Special die Chancen auf eine WM-Nominierung weiter verbessert. "Auch heute war ich wieder super zufrieden, wenngleich Dablino am Anfang sehr engagiert war", freute sich die Zweitplatzierte. "Nicht ganz optimal war der Übergang in die Piaffe, ansonsten war Dablino sehr ausdrucksstark", so Balkenhol. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Sterntaler-Unicef vor Beginn der Prüfung, präsentierten sich Matthias Alexander Rath und sein Oldenburger Wallach im Vergleich zum CHIO Aachen wieder in einer deutlich steigenden Form. "Das war heute nicht zu übersehen, dass es mit Sterntaler nicht ganz einfach war", kommentierte der Drittplatzierte seine anfänglichen Probleme. "Nach Aachen haben wir einen kurzen Reiturlaub auf Sylt gemacht. Das hat uns gut getan und wir konnten wieder zu unserer Form finden", sagte Rath.

Im Anschluss an die erste DM-Entscheidung wollte Holger Schmezer aber noch nichts zu den WM-Nominierungen sagen. "Ich bin sicher, dass wir vier gute Paare finden werden. In die Entscheidung fließen nicht nur die Ergebnisse der DM in Münster ein, sondern der gesamte Saisonverlauf ist zu berücksichtigen. Natürlich habe ich heute wieder einige neue Erkenntnisse sammeln können. Eine war sicherlich, dass sich der viertplatzierte Christoph Koschel (Hagen a.T.W./72,917) im Verlauf des Turniers verbessern konnte. "Das war eine erhebliche Steigerung in fast allen Bereichen, allerdings waren heute auch Schwächen in den Piaffen vorhanden. Das können die beiden deutlich besser", erklärte der Bundestrainer.

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