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DJM 2008: Tebbel und Rothenberger auf Goldkurs

Er ist erst 14 Jahre alt, könnte aber schon für Schlagzeilen sorgen. Maurice Tebbel aus Emsbüren ist gleich doppelt bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Hannovers Reiterstadion gefordert.

  
Der Springreiter mischt sowohl in der Ponykonkurrenz Springen, als auch bei den Junioren-Meisterschaften Springen mit und führt nach zwei Wertungsprüfungen in beiden Altersklassen. Nach Rang zwei bei den Junioren am ersten Tag genügte dem Jungtalent vom Verband Weser-Ems ein siebter Platz in der zweiten Runde mit der Stute Merry Christmas, um vor der Nürnbergerin Nicoletta Stein mit Landro in Führung zu gehen. Bei den Ponies führt er souverän mit Giovanni nach zwei Erfolgen.

Nicoletta Stein gewann die zweite Wertungsprüfung der Junioren-Springreiter. Beide Youngster werden umsichtig trainiert und betreut. Maurice durch seinen Vater, den dreimaligen Deutschen Meister Rene Tebbel, Nicoletta durch ihre Mutter, die bayrische Springreiterin Sabine Stein, die in München bereits mehrmals im Bayern-Championat auftrumpfte und ihren Landro inzwischen der Tochter anvertraut hat. Die hat in dem 13 Jahre alten vierbeinigen Routinier ein exzellentes Lehrpferd. 

Bei den Jungen Reitern eroberte Sarah Nagel-Tornau aus Attendorn mit der Argentinus-Tochter Argentina den Sieg in der zweiten Meisterschaftswertung vor Frederik Knorren aus Würselen auf Aspen. Knorren führt nun nach zwei Prüfungen vor Tobias Meyer, der in Schleswig-Holstein geboren und in Niedersachsen aufgewachsen ist und inzwischen im Handelsstall Puschak im bayrischen Bonstetten arbeitet. Der Youngster, der beim CSI Nördlingen vor drei Wochen reihenweise Prüfungen gewann, hat für das DJM-Projekt die Stute Annabell gesattelt. Etwas „verfranst“ hat sich Thomas Weinberg (Herzogenrath) nach dem Sieg am Vortag. Ein Abwurf katapultierte den Jungspund auf Rang zwölf und damit rutschte er auf den sechsten Platz in der Zwischenwertung. Doch die Zahlen täuschen: Vor der entscheidenden dritten Wertungsprüfung am Sonntag liegen zwischen Rang eins und Rang acht nicht mal vier Strafpunkte – es wird also spannend zugehen am Sonntag im Parcours. 

Den schon erwarteten Sieg gab es in der Junioren-Dressur durch Sanneke Rothenberger. Die Tochter von Sven Günther Rothenberger und seiner niederländischen Ehefrau Gonnelien, die dreimal Gold bei der EM im Juli gewann, setzte sich deutlich an die Spitze vor Thea Felicitas Müller mit Highway. Der Wallach, der Heini gerufen wird, ist ein Phänomen, denn nach einer Netzhautablösung aufgrund einer Erbkrankheit verlor der Wallach sein Augenlicht. Wer das nicht weiß, könnte es auch nicht bemerken, denn Heini spaziert sehr engagiert durchs Dressurviereck und wird von seiner Reiterin ganz präzise geritten – anders ginge es auch gar nicht. Ein feines Beispiel dafür, was mit Vertrauen und gut ausgeprägten Sinnen möglich ist. Ganz knapp dahinter rangiert Louisa Lüttgen mit Dreamy. Wie Maurice Tebbel startet auch Sanneke Rothenberger zusätzlich in der Pony-Dressur und führt auch dort mit Konrad. Dabei macht die 15-jährige ihrem eigenen Bruder Sönke Konkurrenz, der hinter der großen Schwester Platz zwei in der Dressurprüfung Kl. L belegte und hinter Florine Kienbaum in der Zwischenwertung auf Platz drei rangiert.

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