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Die Stars des BALVE OPTIMUM im Portrait

Dressur:
 
Isabell Werth
Dass Isabell Werth mit einem Ausnahmetalent für den Dressursport gesegnet ist, weiß jeder. Und wer sich nicht sicher ist, dem sei geraten, ein Blick auf ihre Erfolgsbilanz zu werfen: 14 Medaillen wurden ihr bis dato bei Deutschen Meisterschaften um den Hals gelegt, genauso viele waren es bei Europameisterschaften. Sieben Mal glänzte sie mit Edelmetall auf weltmeisterlichem Parkett, bei Olympischen Spielen gab es sechs Medaillen. Hinzukommen Siege im Weltcup-Finale und etliche vorderste Plätze bei internationalen Turnieren. Bestleistungen, die sich weltweit kein zweites Mal finden. Isabell Werth ritt als junges Mädchen die Pferde aus der elterlichen Zucht, startete in Vielseitigkeitsprüfungen und absolviert auch heute noch Springprüfungen ohne mit „der Wimper zu zucken“. Großen Anteil daran hat Dr. Uwe Schulten-Baumer - der Meistertrainer hat die junge Reiterin entdeckt. Unter seiner Ägide wuchsen Gigolo und Isabell Werth zum Dream-Team der internationalen Dressurszene heran und gewannen reihenweise DM, Europa- und Weltmeisterschaften und bewegten sich auch bei Olympischen Spielen stets auf „goldenem Boden.“
Heute wird die Juristin von Wolfram Wittig trainiert, hat mit Madeleine Winter-Schulze eine enge Freundin und Förderin an ihrer Seite und verfügt mit Satchmo und Warum nicht FRH über zwei Weltpferde.
 
 
Klaus Husenbeth
Klaus Husenbeth ist der erfrischend andere Dressurreiter. Mit seinem Hannoveraner Piccolino v. Prince Thatch xx ist er seit Jahren ein Garant für Goldene Schleifen in internationalen Prüfungen – und dabei ist der 52-jährige Reiter als reiner Amateur im Viereck unterwegs. Klaus Husenbeth betreibt in Bremen ein eigenes Autohaus.
Er habe zur richtigen Zeit immer eine gute Hilfe gehabt, beschreibt Klaus Husenbeth seinen reiterlichen Werdegang – zu seinen Ausbildern zählten Willi Schultheiß und Herbert Rehbein, seit neun Jahren trainiert er mit Rudolf Zeilinger. Den sportlichen Durchbruch erzielte der Familienvater mit Piccolino. Dreijährig entdeckte ihn Klaus Husenbeth auf der Auktion in Verden, die Ausbildung von Piccolino übernahm der Reiter selbst: Sechsjährig wurde das Paar im Finale des Bundeschampionats Dritter, ein Jahr später erzielten sie im Finale des Nürnberger Burgpokals dieselbe Platzierung. Die erstklassigen Erfolge des Duos wurden honoriert: Seit 2001 ist der Bremer Mitglied im Deutschen Championatskader. Gleich ein Jahr später folgte für die Beiden der erste Großeinsatz: Bei den Weltreiterspielen im spanischen Jerez gewannen sie mit dem Team die Goldmedaille. Mannschaftsgold gab es bei der EM 2003 und 2005. Darüber hinaus stand Husenbeth bei der DM 2002, 2003 und 2005 auf dem Siegertreppchen ganz oben.
 
 
Ellen Schulten-Baumer
Einen anderen Weg als den ins Dressurviereck hätte Ellen Schulten-Baumer nie einschlagen können. Ihr Stiefvater ist Trainer-Genie Dr. Uwe Schulten-Baumer: Der 82-Jährige, der selbst in der Dressur Erfolge bis zur Klasse S feierte, hat wie kein Zweiter in Deutschland Stars gemacht. Mit diesem hippologischen Background saß Ellen Schulten-Baumer zum ersten Mal mit acht Jahren im Dressursattel und ihr Weg nach oben war zielstrebig: Mit dem Erfolgspferd ihres Stiefbruders Madras lernte sie spielerisch schwerste Lektionen wie Einerwechsel und Pirouetten – mit 18 Jahren wurde das Können bei den Europameisterschaften der Junioren mit der Goldmedaille in der Einzelwertung und mit Team-Silber ausgezeichnet. Bei dem kontinentalen Championat ein Jahr später wurde die Junge Reiterin zur Doppeleuropameisterin! Seither brillierte die Musterschülerin aus Rheinberg auf nationalen und internationalen Turnierplätzen und gewann beispielsweise drei Mal den Piaff-Förderpreis, einen der wichtigsten Nachwuchspreise für nachrückende Grand-Prix-Reiter im Dressursport. Beste Platzierungen beim Weltcup sind Ellen Schulten-Baumer ebenso wenig fremd, wie ein Start beim Nationenpreis in Aachen oder – jüngstes Highlight – bei den Europameisterschaften 2007 in Turin (ITA).
 
 
Hubertus Schmidt
Hubertus Schmidt ist Pferdemann durch und durch. Familie Schmidt ist seit Jahrhunderten mit Landwirtschaft und Tieren verbunden. 1985 übernahm Hubertus Schmidt mit seiner Ehefrau Doris den Fleyenhof von seinem Vater Hubert im westfälischen Borchen-Etteln. Seine erste Reitstunde bekam er mit neun Jahren. Pferdesport faszinierte das Talent, er sammelte reihenweise Erfolge in Parcours und Viereck, entschied sich aber letztlich doch für die Dressur. Zu den Ausbildern des Pferdewirtschaftsmeisters zählen Reitsport-Größen wie Dr. Reiner Klimke, Harry Boldt, Albert Stecken, Rudolf Zeilinger und die Bundestrainer Klaus Balkenhohl und Holger Schmezer. Die Anzahl der Pferde, die der Reitmeister in den vergangenen Jahren bis zur Grand-Prix-Klasse hat reifen lassen, ist beachtlich. Über 30 vierbeinige Sportler verdanken ihr Können im Viereck Hubertus Schmidt.
Mit Wansuela Suerte gehörte der fünffache Champion der Berufsreiter zum goldenen Team bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, in der Einzelwertung belegte das Paar den fünften Platz. Bei der EM in Hagen 2005 sorgte Hubertus Schmidt mit Wansuela Suerte ebenfalls dafür, dass die Mannschaft die Goldmedaille um den Hals gelegt bekam, außerdem wurden seine blitzsauberen Vorstellungen mit dem Titel des Vize-Europameisters belohnt. Und auch bei den Weltmeisterschaften in Aachen 2006 zählte der vorbildliche Reiter mit seiner Stute zur goldenen Equipe. Außerdem genießt der Deutscher Meister 2007 als Trainer im In- und Ausland einen hervorragenden Ruf.
 
 
Nadine Capellmann
Die Pferdeliebe steckt Capellmanns im Blut. Nadine Capellmanns verstorbene Eltern ritten ebenfalls, Vater Kurt, langjähriger Präsident des Aachen Laurensberger Rennvereins (ALRV), war in internationalen Grand Prix erfolgreich. Nadines ältere Schwester Gina ist im Dressursattel eine Größe, gewann 1986 bei der Weltmeisterschaft in Toronto (CAN) Gold mit der Mannschaft. Nadine Capellmann verfolgte ihr Ziel, den Aufstieg in die Spitze der Reiterei, konsequent. Ihre ersten Runden drehte sie, gerade zweijährig, auf Pony Nino. Mit acht Jahren bestritt sie ihr erstes Turnier, sechs Jahre später wurde sie auf Partisan zum ersten Mal Rheinische Meisterin bei den Junioren. Titel im Nachwuchslager folgten in Serie. 1992 wurde Polizeireiter und Olympionike Klaus Balkenhol ihr Trainer. Die beiden entwickelten sich zu einem äußerst erfolgreichen Gespann und arbeiteten fast 13 Jahre zusammen. Bis heute ist Nadine Capellmann bei allen großen Championaten gestartet: Mit Farbenfroh wurde der Diplom-Kauffrau bei den Olympischen Spielen 2000 Mannschaftsgold verliehen, 2002 wurde das Paar bei den WM in Jerez (ESP) zur Doppelweltmeisterin gekürt. Team-Gold gab es außerdem 1998 und 2006. Und auch bei kontinentalen Championaten sahnten sie ab: Gold mit der Equipe 1997, 1999 und 2001, Team-Silber 2007 und Einzel-Bronze 2001. Seit April 2008 arbeitet Nadine Capellmann mit ihrem neuen Coach Jürgen Koschel zusammen.
 
 
Heike Kemmer
Wie viele erfolgreiche Reiter ist auch Heike Kemmer von klein auf mit Pferden vertraut: Mit vier Jahren saß sie zum ersten Mal im Sattel, mit acht begann sie ernsthaft mit dem Reitsport und sammelte Triumphe im Juniorenlager.
Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney war Heike Kemmer „nur“ Ersatzreiterin, doch das Blatt wendete sich für die studierte Betriebswirtin im selben Jahr: Sie wurde deutsche Vizemeisterin und war fortan regelmäßig auf vorderen Rängen bei Championaten und internationalen Turnieren zu finden. 2004 gewann sie Mannschaftsgold in Athen (GRE), außerdem gehörte sie zu den drei siegreichen EM-Mannschaften 2001, 2003 und 2005. Die beiden Deutschen Meistertitel 2005 und 2006 gingen ebenfalls an Heike Kemmer. Gleichzeitig machte sich die Engagierte auch als Pferdezuchtexpertin einen Namen. Sie leitet den Amselhof in Walle und ist zudem Mitglied in der Körkommission des Hannoveraner Verbandes. Maßgeblichen Anteil an ihren Erfolgen hat Wallach Bonaparte. Der Hannoveraner war zufällig von Kemmers Vater Joachim als Fohlen entdeckt worden und stellte sich als Ausnahmetalent heraus.
 
 
Springen:
 
Marco Kutscher
Wenn Ausnahmekönner Ludger Beerbaum einen jungen Reiter einstellt, der sich um die Ausbildung der Nachwuchspferde kümmern soll, weiß man, dass in diesem jugendlichen Talent ein Riesenpotenzial stecken muss: Der 33-jährige Marco Kutscher ist dafür bestes Beispiel. 1999 kam der Ostfriese auf die Beerbaum’sche Anlage in Riesenbeck und arbeitete sich kontinuierlich nach oben: 2002 zählte Marco Kutscher mit Montender im Großen Preis beim CHIO in Aachen zu den besten Zehn und wurde 2003 Deutscher Meister. 2004 gab es bei Olympischen Spielen die Bronze-Medaille mit dem Team und in der Einzelwertung, 2005 wurde er Doppeleuropameister. 2008 siegte Kutscher mit Cornet Obolensky im Großen Preis von Cervia (ITA). Zu seinen Top-Pferden zählen außerdem Hengst Montender und der Holsteiner Cash.
 
Marcus Ehning
Was man anfängt – bringt man auch zu Ende. Ein Motto Marcus Ehnings, was sich schon früh zeigte: So bekam er als kleiner Junge mal einen Sonderehrenpreis, weil er eine Prüfung trotz dreimaligen Sturzes beendete. Seinen internationalen Durchbruch feierte der Stilist im Sattel mit Springwunder For Pleasure, der 1998 aus dem Stall Nieberg zu ihm kam. Seither wurde dem Weltklasse-Reiter bei Europameisterschaften drei Mal Mannschaftsgold und einmal Silber überreicht, er gewann bei den Olympischen Spielen 2000 Team-Gold und wurde bei der WM 2006 mit der bronzenen Equipe-Medaille dekoriert. Zu seinen Erfolgspferden zählen heute u. a. Nolte’s Küchengirl und Sandro Boy, mit dem er sich 2006 an die Spitze im Weltcup-Finale von Kuala Lumpur (MAS) katapultierte.
 
Meredith Michaels-Beerbaum
Die zierliche Meredith Michaels-Beerbaum ist im internationalen Springsport eine Größe! Und wenn die gebürtige US-Amerikanerin bei den hochkarätigsten Turnieren dieser Welt in die Arena reitet, verabschiedet sich ein Großteil ihrer Konkurrenz von der Hoffnung auf den Sieg. Sie gewann das Weltcup-Finale in Las Vegas (USA) 2005 und in Göteborg (SWE) 2008, wurde drei Mal Rider of the Year, verdiente sich bei der WM 2006 Bronze mit dem Team und in der Einzelwertung und wurde bei Europameisterschaften mehrfach mit Edelmetall ausgezeichnet – 2007 siegte sie in der Einzelwertung, mit der Mannschaft gab es Silber. Die 38-Jährige ist mit Markus Beerbaum verheiratet und betreibt mit ihm gemeinsam ein Ausbildungs- und Handelsstall in Thedinghausen.
 
 
Christian Ahlmann
Christian Ahlmann ist mit Pferden groß geworden, sein Vater Georg Ahlmann war bis zu Nationenpreisen im Springsport erfolgreich. Mit zwölf Jahren startete Christian Ahlmann im ersten S-Springen, zwei Jahre später gab es für über zehn Siege das Goldene Reiterabzeichen. Bei Deutschen und Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter holte er sich beste Plätze in Serie. Seinen Durchbruch bei den Senioren feierte er mit Cöster. Ein Jahr nachdem sich das Paar gefunden hatte, gewannen sie Einzel- und Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften in Donaueschingen 2003. Seither gehört Christian Ahlmann, der heute eine eigene Anlage in Marl führt, zu Deutschlands besten Springreitern und wurde nicht nur bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften mit höchsten Auszeichnungen bedacht.
 
 
Heinrich-Hermann Engemann
Schon als Fünfjähriger wurde Heinrich-Hermann Engemann durch seinen Onkel mit dem Pferdevirus infiziert. Mit 14 Jahren kam er in den Stall von Sönke Sönksen und erhielt dort eine exzellente Ausbildung in Sachen Springsport. Nach einer Lehre zum Metzger war er von 1980 bis 1984 Bereiter im Stall Bitter in Bad Essen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Karin Ernsting-Engemann betreibt der Experte heute eine eigene Reitanlage in Bissendorf im Osnabrücker Land und hat sich dabei vor allem auf die Ausbildung von jungen Pferden spezialisiert. Aus seinem Stall stammen einige hoch erfolgreiche Pferde, allen voran die Rekord-Stute Candela, mit der er über 100 Siege in Springprüfungen der schweren Klasse erringen konnte. 2002 legte Heinrich-Hermann Engemann, der seit 2001 Präsident des Clubs Deutscher Springreiter (CDS) ist, die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister mit Auszeichnung ab und ist seit dem vergangenen Jahr Mitglied im A-Kader der deutschen Springreiter.

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