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Deutsche Meisterschaften
Springen und Dressur Balve 2008 0714
Interview Kurt Gravemeier Mai 2008 0755
Bundestrainer Springen Kurt Gravemeier im Interview
In Balve steckt eine Menge Sichtungscharakter drin!
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Vor vier Jahren zierte das Werbeplakat des BALVE OPTIMUM die Aussage `Olympische Sichtung in Springen und Dressur´ - diese Zeiten haben sich geändert. Sichtung im Springen basiert heute nicht mehr auf der DM und dem CHIO in Aachen, sondern auf vielen unterschiedlichen Turnieren.Kurt Gravemeier: Es gibt viele neue Turniere, in der Global Champions Tour, in der Super League. Das ist alles schwer unter einen Hut zu bekommen, deshalb haben wir uns entschieden, wie schon in den vergangenen Jahren, bei vielen Turnieren übers Jahr zu sichten und uns nicht mehr ausschließlich auf diese beiden Events zu konzentrieren.
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Was bedeutet das für die Deutschen Meisterschaften in Balve?
Gravemeier: Es steckt dennoch eine Menge Sichtungscharakter drin. Ein Pferd wie Coupe de Coeur wird gehen, mit Ludger Beerbaum, von Otto Becker Con Air, Aboyeur mit Heinrich Hermann Engemann. Meredith Michaels-Beerbaum wird starten, allerdings nicht mit Shutterfly, Cöster wird nicht gehen mit Christian Ahlmann, aber es sind genug Paare da, die gesichtet werden und mit Sicherheit für einen spannenden Wettkampf sorgen.
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Damit wird Balve im Vergleich zu den letzten Deutschen Meisterschaften in Gera sportlich deutlich aufgewertet. War das Ihr Ziel?
Gravemeier: Es passt im Moment einfach in den Turnierplan hinein, dass das ein oder andere Pferd, was ein Thema für Hong Kong ist, auch in Balve an den Start geht. In den vergangenen beiden Jahren standen die drei, vier Leute für die Championate bereits fest.
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Wie denken Sie persönlich über das von Graf Landsberg neu entwickelte sportliche Konzept für die Meisterschaften?
Gravemeier: Es bleibt abzuwarten, ob das ankommt. Von der Zeit her ist das sicherlich möglich, ich hoffe nur, dass genug gute Ausländer auch an den Start gehen. In diesem Fall erwarte ich sicherlich spannenden Sport. Aber ganz ehrlich mich bewegt mehr die Deutsche Meisterschaft, als der internationale Charakter bestimmter Prüfungen.
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Der Bundestrainer hat schon einfachere Jahre bei der Benennung eines Championatskaders erlebt. In einer Sportart in der alle eine Goldmedaille erwarten, müssen wir uns Sorgen machen?
Gravemeier: Ich rede nicht von Sorgen, aber wir müssen sehr hart arbeiten und schauen welche Paare am Ende nach Hong Kong gehen werden. Marco Kutscher und Cornet Obolensky sind zum Beispiel ein sehr junges Paar, Marco hat aber auch noch Montender zu Verfügung. Das soll deutlich machen, dass wir alles ganz in Ruhe betrachten sollten. Nach Aachen werden wir dann sicherlich eine schlagkräftige Mannschaft präsentieren können.
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Bei den Dressurreitern ist Isabell Werth gesetzt, genießt Meredith Michaels-Beerbaum ebenfalls diesen Status?
Gravemeier: Ich denke, diese Frage kann jeder beantworten. Sicherlich ist Meredith gesetzt. Sie hat es verdient.
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Seit Jahren wird immer wieder über den Sinn der Damen-Entscheidung im Springreiten diskutiert. Ist es aber nicht so, dass es für viele Amazonen die vielleicht wichtigste Prüfung eines jeden Jahres ist?
Gravemeier: So empfinde ich es auch, es ist sicherlich für einige das Highlight des Jahres. Wer bei einer DM ganz vorne ist, bekommt sicherlich die ein oder andere Startberechtigung mehr. Es macht die Arbeit vielleicht ein klein wenig einfacher.
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Was bedeutet das Turnier in Balve für den Bundestrainer?
Gravemeier: Solange ich denken kann, ist Balve etwas Besonderes. Das liegt aber auch am Engagement der Familie Landsberg, die sehr viel für den Sport gibt. Das Turnier hat etwas familiäres, etwas was man auf vielen anderen Turnieren vermisst. Jedes Jahr wird etwas neu gemacht, deshalb ist Balve ein tolles Turnier.
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