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Balve Optimum 2009: Otto Becker im Interview

Seit Januar 2009 ist Otto Becker, 50, Bundestrainer Springreiten. Vor den Deutschen Meisterschaften hat er sich Fragen zur Lage im Springsport gestellt, der durch die Vorfälle bei den Olympischen Spielen in Hongkong in Turbulenzen geraten ist.

Seine erfolgreiche Karriere im Springsattel – er war u.a. Mannschafts-Olympiasieger, Weltcupsieger, Deutscher Meister - hat er im Herbst 2008 bei den German Classics in Hannover mit einem Sieg im Großen Preis beendet.
 
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Seit gut fünf Monaten sind Sie im Amt. Wo sehen Sie den deutschen Springsport derzeit?
 
Otto Becker: Im Moment reden wir leider nicht mehr über den Sport. Die aktuellen Probleme müssen aufgearbeitet werden. Ich hoffe, die Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes macht gute Arbeit. Und dann muss wieder der Sport im Vordergrund stehen. Als Heiner [Heinrich-Hermann Engemann] und ich am ersten Januar antraten, war uns nach unseren Gesprächen schnell klar, dass alle Reiter hinter uns stehen. Die Hallensaison haben wir erfolgreich beendet. Das Weltcup-Finale in Las Vegas war ein voller Erfolg mit dem Sieg von Meredith Michaels-Beerbaum und dem guten Ergebnis der Mannschaft. Auch der Teamgeist war ausgezeichnet. In die grüne Saison sind wir ordentlich gestartet. Beim CSIO La Baule hat die Mannschaft den dritten Platz belegt wie auch Marcus Ehning im Großen Preis. Neben ihm gehörten Marco Kutscher, Philipp Weishaupt und Thomas Mühlbauer zum Team. Zum CSIO Rom haben wir bis auf Mühlbauer eine andere Mannschaft geschickt: Janne Meyer, Caroline Müller und Holger Wulschner.
 
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Gehört das Routieren zu Ihrem System?
 
Becker: Der A-Kader bildet das Gerüst. Dazu wollen wir anderen, auch jüngeren Reiter Chancen geben, sich zu beweisen. Bei den Bundestrainern und beim Mannschaftstierarzt – das ist jetzt Dr. Jan-Hein Swagemakers -  hat es einen Neuanfang gegeben. Bei den aktiven Paaren gibt es einen Umbruch. Wir haben lange von erfolgreichen, zusammengewachsen Paaren gelebt. Im Moment haben wir nur ein Paar, das aufgrund seiner Erfolge einen „Freifahrtsschein“ hat: Meredith Michaels-Beerbaum und Shutterfly. Beide müssen hier in Balve nicht antreten. Alle anderen Reiter müssen ihre für die Europameisterschaft in Frage kommenden Pferde hier in Balve reiten. Das gilt auch für Meredith und Checkmate.
 
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Nach seiner Schulterverletzung beim Derby in Hamburg wurde Marco Kutscher operiert und wird einige Wochen ausfallen.
 
Becker: Er wird in Balve nicht reiten können. Und das zeigt, wie schnell die besten Planungen über den Haufen geworfen werden können. Der Chirurg, der ihn operiert hat, hat mir aber gesagt, die OP sei gut verlaufen. Darum hoffe ich, dass Marco bald wieder reiten kann.
 
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Werden Sie nach Balve die Mannschaft für Aachen benennen?
 
Becker: Die besten acht Reiter können zum CHIO nach Aachen. Die Mannschaft für den Nationenpreis wird nach dem CHIO in Rotterdam benannt.
 
BALVE OPTIMUM Mediaservice: Höhepunkt des Jahres ist die Europameisterschaft im englischen Windsor. Wie weit sind Ihre Planungen da schon gediehen?
 
Becker: Balve und die Leistungen der Paare hier werden natürlich eine Rolle spielen. Der Kreis der Kandidaten ist recht groß und ich will ihn ganz bewusst auch groß halten. Alle sollen ihre Chance bekommen. Mein Motto ist: Wer gut ist, wird nominiert.

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Die Stars des BALVE OPTIMUM im Portrait.
Hier finden Sie alle aktuellen Informationen zum Programm und den Ergebnissen von den Deutschen Meisterschaften der Dressur- und Springreiter beim Balve Optimum 2009.
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