EM Pony Dressur: Walterscheidt und Krieg holen Silber und Bronze in der Kür
Auch am letzten Tag der Pony-Europameisterschaften im britischen Bishop Burton mussten die deutschen Dressurreiter auf ihr Lieblingslied verzichten.
Die Kür wurde am Ende zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Antoinette de Riele und der erst 13-jährigen Lena Charlott Walterscheidt. Für ihre Vorstellung zu Abba-Klängen erhielt die Titelverteidigerin 78,45 Punkte, Walterscheidt kam auf 77,9 Punkte und holte damit Silber. Sie präsentierte Deinhard B zur selben Kür wie im vergangenen Jahr Sönke Rothenberger (Bad Homburg). Dieser war allerdings nicht so richtig zum Zuge gekommen, nachdem sich der Hengst völlig von einem Plakat am Viereck hatte aus der Fassung bringen lassen. Jetzt in Bishop Burton klappte alles "wie am Schnürchen". "Das war vom Feinsten. Lena ist ganz präzise geritten, da stimmte jeder Übergang auf den Punkt", freute sich die Bundestrainerin und auch darüber, dass "am Ende viele zu mir gekommen sind und meinten, dass Deinhard B eigentlich hätte gewinnen müssen."
Nicht ganz so gut wie zu Beginn der EM lief es am letzten Tag für Preis-des-Besten-Siegerin Jessica Krieg mit dem erst siebenjährigen Danilo. "Danilo ist echt ein Phänomen. Ganz toll, was Ausdruck und Bewegungen angehen. Allerdings hat Jessica heute ein bisschen zuviel riskiert, hatte einmal einen Taktfehler in der Trabverstärkung und im Außengalopp", sagte Endres. Nachdem das Paar in den ersten beiden Prüfungen jeweils gewinnen konnte, reichte es in der Kür mit 76,5 Punkten immer noch für Bronze.
Zufrieden zeigte sich die Bundestrainerin auch mit Reservereiterin Grete Linnemann (Sittensen), die ihren Hengst White Gold "von Tag zu Tag besser präsentierte." Linnemann war kurzfristig für Bianca Nowag (Ostbevern) und Der feine Lord nachgerückt, der verletzungsbedingt am Tag vor der Abreise ausgefallen war. In der Mannschaftsaufgabe lieferten Linnemann und White Gold mit 66,167 Prozentpunkten noch das Streichergebnis. In der Einzelwertung belegten sie mit 70,89 Prozentpunkten bereits Platz sechs und behielten diese Position auch in der Kür (72,85).
Nicht in der Kür an den Start gehen durfte Katharina Weychert (Bad Windsheim) mit Golden Derano C. Sie hatte zwar in der Mannschaftsprüfung noch das zweitbeste Ergebnis für Deutschland beigesteuert, blieb aber in der Einzelwertung hinter Linnemann und fiel damit der Regelung zum Opfer, das unabhängig von der Platzierung nur drei Reiter pro Nation im Finale zulässt.
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