EM Pony Springen 2010: Drei Deutsche in den Top Ten
Mit dem Einzel-Finale im Springen sind heute im britischen Bishop Burton die Pony-Europameisterschaften zu Ende gegangen. Mit vier deutschen Paaren unter den ersten 15 unterstrichen die deutschen Springreiter noch einmal ihre guten Leistungen.
Anders als sonst waren es in diesem Jahr einmal die Reiter der anderen Disziplinen, die das Nachsehen hatten. Statt der Dressur- und Vielseitigkeitsreiter, die in diesem Jahr "nur" Silber holten, durfte sich das Quartett von Peter Teeuwen das begehrteste Edelmetall umhängen lassen. "Das war wirklich überfällig", sagte Equipechefin Simone Gummelt (Warendorf). Und Teeuwen ergänzte: "Unsere Reiter sind wirklich perfekt geritten, haben alles rausgeholt, was drin saß." Mit Doppel-Null waren vor allem Kaya Lüthi (Aach) mit Karwin und Miriam Zell (Schermbeck) mit Wombel für den deutschen Triumph verantwortlich, aber auch Laura Klaphake (Steinfeld), die einen einzigen Abwurf hatte, hatte mit Jerome ihren Beitrag geleistet. Ins Einzelfinale am Sonntag starteten aber alle drei nicht unbelastet, da sie je vier Punkte aus der ersten Wertungsprüfung mitbrachten. "Ich habe schon befürchtet, dass uns diese Fehler am Ende noch weh tun könnten. Die waren echt unnötig, wenn man die Anforderungen im ersten Springen und im Finale vergleicht." Bis 1,45 Meter hoch waren die Hindernisse, die die Reiter und ihre Ponys am letzten Tag zu überwinden hatten. Im ersten Umlauf mussten alle drei deutschen Reiterinnen je einen weiteren Abwurf in Kauf nehmen. Im zweiten Umlauf fielen bei Laura Klaphake am vorletzten Hindernis die Stangen, sie kam damit auf 16 Strafpunkte und teilt sich den zehnten Platz mit Megan Laseur (Niederlande) mit Ensilla. Miriam Zell und Wombel patzten am überbauten Wasser und belegten mit insgesamt zwölf Strafpunkten den achten Platz. Mit einer letzten fehlerfreien Runde verabschiedete sich Kaya Lüthi als beste Deutsche von der EM in Bishop Burton. Sie kam damit auf acht Strafpunkte und wurde dafür mit einem sechsten Platz belohnt, den sie sich mit Iren Tom Foley mit Dibidoe teilt.
Foleys Teamkollege Bertram Allen war es - beide gehörten auch schon dem siegreichen Nationenpreisteam in Wierden in diesem Jahr -, der bei der EM den Vogel abschoss. Ohne einen einzigen Strafpunkt beendete er alle fünf Springen und sicherte sich damit verdient die Goldmedaille. Gerade einmal einen Zeitstrafpunkt leistete sich die Belgierin Julie De Pelsmaeker mit Sambo Lino währen der gesamten EM und wurde damit Zweite. Die Bronzemedaille durfte sich der Niederländer Niels Knape mit Maradonna umhängen lassen. Auch er blieb an allen Tagen fehlerfrei, kassierte insgesamt allerdings zwei Zeitfehler.
Nicht in den Top Ten, aber auf Platz 15 beendete der einzige Junge im deutschen Team die EM. Nach guten Vorleistungen in den ersten drei Springen, hatte der als Einzelreiter startende Christopher Kläsener (Marl) mit Sunny am Sonntag einen leichten Einbruch. Zwölf Strafpunkte, gerade noch einmal soviel wie in den vorangegangenen Prüfungen zusammen, schlugen für ihn im zweiten Umlauf zu Buche. "Christopher hat sich hier im Team wirklich bewährt", lobte Teeuwen. Nicht so gut lief es dagegen für die vierte Mannschaftsreiterin Sophie Schuster (Pöttmes) mit Spotlieght One. Bereits in der ersten Wertungsprüfung kassierte sie acht Strafpunkte und lieferte im Nationenpreis in beiden Umläufen das Streichergebnis. Im Finale war sie nicht mehr am Start.
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Die Jungen Reiter und Junioren haben es vorgemacht, die Ponyreiter folgten. Bei den Europameisterschaften im britischen Bishop Burton hat die deutsche Equipe den Titel in der Mannschaftswertung geholt.
Auch für die Ponyspring- und vielseitigkeitsreiter haben heute die Europameisterschaften im britischen Bishop Burton begonnen.