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Europameisterschaften
EM Pony Moorsele 2009 1707
Disziplin Springen der Vielseitigkeitsreiter 1739
Pony-EM 2009: Doppel-Gold für deutsche Vielseitigkeitsreiter
Bei den Pony-Europameisterschaften im belgischen Moorsele haben die jüngsten deutschen "Buschreiter" erfolgreich ihren Titel in der Mannschafts- und Einzelwertung verteidigt.
Nach der Dressur führten drei Teams das Feld Kopf an Kopf an: Belgien, Deutschland und Großbritannien. Mit einigen Zeitfehlern im Gelände verschafften die Briten der Konkurrenz jedoch etwas "Luft". Vorher noch punktegleich mit Deutschland auf Platz zwei, fielen sie auf den dritten Platz zurück. Für die belgischen und deutschen Reiter blieb nach dem Geländeritt dagegen alles beim Alten. So starteten die Gastgeber mit zwei Punkten Vorsprung auf die Titelverteidiger ins abschließende Springen.
Im Parcours zeigten die Deutschen dann die besseren Nerven. Allen voran die bis dahin in der Einzelwertung führende Jule Wewer, die ihr EM-Debüt mit ihrem Dressurergebnis von 41,7 Minuspunkten beendete und damit den Titel holte. Ein Abwurf kostete Nina Stegemann die zum Greifen nahe Einzelmedaille. Sie wurde mit einem Endergebnis von 48,80 Minuspunkten Vierte. Ohne Strafpunkte in Gelände und Springen beendete Marisa Braig (Niederbiegen) mit Andy die Europameisterschaften mit 54,50 Minuspunkten und kletterte damit um zwanzig Plätze auf Rang elf im Gesamtergebnis nach oben. Plätze gut machen konnte auch die Vierte im Team, Stefanie Bendtfeld mit Dara. Sie lag nach Dressur noch auf Rang 34 und landete mit nur einem Abwurf im Springen auf Rang 17. Insgesamt kam die deutsche Mannschaft auf ein Endergebnis von 145,0 Punkten. Die Briten mussten sich zwei Abwürfe für ihr Gesamtresultat anrechnen lassen. Mit 155,4 Minuspunkten rückten sie damit auf den Silberrang; noch vorbei an den Belgiern, die mit 171,0 Minuspunkten Bronze holten. Sie sammelten im Parcours zusätzliche 22 Punkte, lediglich ihr bester Mann, Pieter Kenis mit Rocky, beendete die EM mit seinen Dressurergebnis von 45,7 Minuspunkten und wurde dafür mit der Silbermedaille in der Einzelwertung belohnt. Bronze ging an den Iren Joseph O'Brien mit Ice Cool Baily (47,3).
Die deutsche Einzelreiterin Neele Weitz beendete die EM mit Gonsales auf dem 14. Rang. Wie ihre Teamkolleginnen war sie im Gelände fehlerfrei geblieben, kassierte aber im Springen einen Abwurf (57,8). Leonie Kuhlmann mit Giorgio N landete nach einem gelungenen Dressurstart auf Rang 32. Im Gelände war ihr an Hindernis sieben, einem Trakehner, ein Fehler unterlaufen und auch im Parcours kamen ein Abwurf sowie zwei Zeitfehler hinzu (94,80).
Bundestrainer Fritz Lutter war mit allen seinen Reiterinnen sehr zufrieden: "Mit Ausnahme von Nina war es für alle der erste EM-Start. Mit ihrer Erfahrung war sie ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft, ein Vorbild für alle. Schade, dass es mit der Einzelmedaille nicht geklappt hat. Ganz toll geschlagen hat sich Jule Wewer. Gerade am Schluss im Springen ist sie geritten wie vom anderen Stern. Sie kann stolz drauf sein, das so bis zum Ende durchgehalten zu haben. Marisa hatte die schwere Aufgabe, erste Starterin in der Dressur zu sein und hat das gut gelöst. Sie und Stefanie Bendtfeld mussten ja beide am ersten Tag aufs Viereck. Da war es ziemlich windig und das Absperrband flatterte, was die Dressur nicht leichter machte. Beide hätten noch ein paar Punkte mehr auf dem Viereck verdient gehabt. Schön ist aber, dass es auch mit Stefanies statt Marisas Ergebnis zum Sieg gereicht hätte. Gut geschlagen haben sich auch die Einzelreiter. Nele Weitz ist sehr konzentriert geritten und für Leonie Kuhlmann war die EM eine gute Erfahrung. Sie hatte es mit ihrem Hengst im Gelände nicht ganz so leicht, ist aber eine gute Reiterin und ich denke, dass wir sie in Kürze im Juniorenlager wiedersehen werden."
1 Kommentare
Tuscha schrieb am 04.08.2009
So toll das Ergebnis für das deutsche Team auch war, hat das ganze doch einen großen Markel. Als \\\\\\\\\\\\\\\'Groom\\\\\\\\\\\\\\\' im belgischen Team habe ich leider am Rande grobe Unsportlichkeit am der deutschen Fans und Reiter gegenüber den belgischen Teamreitern miterleben müssen. Abfällige Bemerkungen der deutschen Reiterinnen gegenüber den belgischen haben mich doch sehr nachdenklich gemacht. Hier muß wohj noch einiges trainiert werden! Schade, aber von reiterlicher (der Name stammt immernoch von ritterlich ab) Fairness war wenig zu sehen!



