EM Springen Children: Schweizerin Larissa Notz holt Gold
Larissa Notz ist neue Europameisterin der Springreiter in der Altersklasse Children. Die Schweizerin, im vergangenen Jahr noch Sechste, verwies mit Sjarlotte in einem Stechen den Ungarn Barna Burucs mit Mamma Mya auf den Silberrang.
Alle vier deutschen Reiter hatten sich für das Einzelfinale der besten 36 Paare am Sonntag qualifizieren können. Hier blieb Guido Klatte, mit 13 Jahren der Jüngste im Team, mit dem elfjährigen Hengst Belcam Altimate im ersten Umlauf fehlerfrei, musste in der zweiten Runde jedoch acht Strafpunkte in Kauf nehmen. "Insgesamt war Guido in drei von insgesamt fünf EM-Parcours fehlerfrei, das ist eine Superleistung", sagte Equipechefin Heidi von Thiel (Essen). In den beiden anderen kam er auf insgesamt 20 Strafpunkte und beendete die EM-Premiere damit punktegleich mit Teamkollegin Julia Henning mit Davinia. Mit einem Endstand von 29 Punkten landete Lara Frevel (Bedburg) mit Carl auf dem 25. Platz. Wie Guido Klatte und Julia Henning war sie mit einem Kontostand von zwölf Punkten ins Finale gestartet, zu denen dort acht beziehungsweise neun Strafpunkte in den beiden Umläufen hinzukamen. Mit nur acht Strafpunkten und damit den besten Aussichten aller vier deutschen Paare war die Berlinerin Jessica Freye mit Skatman zum Finale angetreten. Allerdings musste sie im ersten Umlauf in der Dreifachen Kombination unfreiwillig vom Pferd und schied damit aus.
"Unsere Reiter haben sich gut geschlagen, auch wenn es für eine vordere Platzierung nicht gereicht hat. Damit haben wir aber auch nicht unbedingt gerechnet, immerhin war es unsere erste Teilnahme an einer Children-EM überhaupt", sagte Equipechefin Heidi van Thiel. "Es war aber auf jeden Fall gut, dass wir hierher gekommen sind. Ich gehe davon aus, dass wir etliche Paare, die hier am Start waren, in den kommenden Jahren bei Junioren- und Junge-Reiter-Championaten wieder sehen werden. Die Erfahrung, die die Jugendlichen hier sammeln konnten, wird ihnen dabei sicher nützlich sein. Für uns war es vor allem wichtig, die Anforderungen bei einer solchen EM kennen zu lernen. Und ich muss sagen: Das Finale heute war ein reelles, dickes M-Springen mit hohen technischen Anforderungen. Im Übrigen gilt hier dasselbe, was sich auch schon bei den Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter gezeigt hat. Die Konkurrenz ist einfach groß. Nicht nur zahlenmäßig, sondern auch was die Qualität von Pferden und Reitern angeht. Darauf werden wir uns in den nächsten Jahren noch mehr einstellen müssen."
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