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EM Windsor 2009: Deutsche Springreiter auf Platz sechs vor dem Nationenpreis

Mit dem Zeitspringen haben heute die Europameisterschaften der Springreiter im britischen Windsor begonnen. Für die Teilnehmer ging es dabei nicht nur um die Einzelwertung, sondern auch um das Teamergebnis.

  
Denn die Strafpunkte der besten drei Mannschaftsreiter werden auch für den Nationenpreis am Freitag übernommen. Die deutsche Equipe um Bundestrainer Otto Becker erwischte einen durchwachsenen Start und liegt vor dem aus zwei Umläufen bestehenden Nationenpreis auf Rang sechs mit insgesamt 7,75 Strafpunkten. Derzeit in Führung ist die Schweiz (3,66), gefolgt von dem niederländischen Team (3,96) und Frankreich (4,71). Auch in der Einzelwertung befinden sich zwei Schweizer auf den ersten beiden Plätzen, denn Pius Schwizer (0 Strafpunkte) führt mit Ulysse die Zwischenwertung vor seinem Landsmann Steve Guerdat (0,05) mit Jalisca Solier an. Dritter wurde im Zeitspringen der Niederländer Harrie Smolders (0,24) mit Exquis Walnut de Muze.

Im Garten der englischen Queen fanden sich zum Flutlichtspringen bei leichtem Regen nur wenige Zuschauer ein. Als erster deutscher Reiter musste Marcus Ehning in den 540 Meter langen Parcours. Der Weltranglisten-Erste leistete sich mit Plot Blue beim Überwinden der 13 Hindernisse keinen Fehler, kassierte am Ende 1,80 Strafpunkte und beendete das Springen auf Platz 14. "Das waren heute sehr viele Distanzen und ich wollte wegen der Mannschaft kein volles Risiko gehen", sagte Ehning. Ich hätte allerdings ein wenig aggressiver reiten können. Insgesamt bin ich sehr zufrieden und habe ein gutes Gefühl für die kommenden Runden." Ebenfalls gut unterwegs und einen Platz besser in der Zwischenwertung war der zweite deutsche Reiter, Carsten-Otto Nagel mit Corradina. Auch Nagel leistete sich keinen Abwurf und kam nach dem ersten Wettkampftag auf 1,64 Strafpunkte. "Ich bin froh, dass es endlich losgegangen ist", sagte Nagel nach seinem Ritt, den er in einem kontrollierten Tempo absolvierte. "Auch wenn es um das Teamergebnis geht, kann ich nur so schnell reiten, wie es das Pferd zulässt", ergänzte er. Bei seiner Championatspremiere musste Thomas Mühlbauer mit Asti Spumante einen Abwurf im Zeitspringen hinnehmen. "Ich wäre natürlich gerne 'null' geritten, aber hatte insgesamt ein gutes Gefühl, denn das Zeitspringen ist nicht unbedingt unsere Disziplin", sagte der Hotelier (Platz 26/5,43). "Der Fehler ging auf meine Kappe, denn ich bin zu dicht an das Hindernis herangeritten. Ich hoffe, dass ich damit heute das Streichergebnis liefere. Dieser Wunsch ging zwar in Erfüllung, aber Schlussreiterin Meredith Michaels-Beerbaum kam mit Checkmate nach einer risikoreichen Runde auf zwei Abwürfe und insgesamt 4,31 Strafpunkte, mit denen sie den 32. Platz in der zwischenzeitlichen Meisterschaftswertung einnahm.

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