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EM Vielseitigkeit Junioren und Junge Reiter: Deutsche und Briten geben nach Dressur den Ton

Einen gelungen Start haben die deutschen Junioren bei den Vielseitigkeits-Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter im belgischen Waregem vorgelegt.

  
Nach der ersten Teilprüfung, der Dressur, führt die deutsche Mannschaft mit fast zehn Punkten Vorsprung vor dem britischen Team. Bei den Jungen Reitern ist es umgekehrt, allerdings beträgt der Abstand der Deutschen auf die führenden Briten hier gerade einmal einen Zehntel Punkt.

Die deutsche Juniorin Marie Kraack (Eutin) mit Sinestro wusste die Richter am meisten zu überzeugen. Mit nur 35,8 Minuspunkten liegt sie nach der Dressur in Führung vor Dani Evans (Großbritannien) mit Uchin (38,3) und ihrer Teamkollegin Franca Lüdeke (Bonn) mit Parlando (39,8). Die deutsche Vizemeisterin Larissa Nothofer (Kamp-Lintfort), die in Waregem mit Larissa als Einzelreiterin unterwegs ist, rangiert mit 42,3 Minuspunkten auf Platz fünf, gefolgt von der DM-Dritten Alina Meister (Löptin) mit Hill Dream AA (43,5). Auf den zwölften Platz ritt Sarah Schuler (Egenhausen) mit Uso (47,9). Die Baden-Württembergerin war als Ersatzreiterin kurzfristig für die Deutsche Meisterin Janna Horstmann (Ganderkesee) ins Team gerückt. Mit einem 13. Platz komplettiert Jan Klugmann (Löningen) mit Nightfire (48,3) den guten deutschen Auftakt im Juniorenstarterfeld, das insgesamt 79 Paare zählt. Er ist erster Mannschaftsreiter und damit morgen auch der erste deutsche Reiter, der in die Geländestrecke startet. "Das Gelände ist konditionell sehr anspruchsvoll, die Hindernisse sind machbar", so die Einschätzung von Bundestrainer Hans Melzer (Putensen). "Der Kurs liegt in einem Tal, es geht immer wieder rauf und runter und der letzte Teil führt durch ein Waldstück. Da muss man sich am Anfang ein 'Zeitpolster schafften', wenn man die erlaubte Zeit erreichen will."

Nicht ganz so gut von den Richtern bedacht wie die Junioren wurden die Jungen Reiter, allen voran der Deutsche Meister Benjamin Winter (Warendorf), der mit Wild Thing Z als erster deutscher Starter aufs Viereck musste und die Dressur mit 55,5 Minuspunkten beendete. Das beste Ergebnis für das deutsche Team erzielte Sonja Buck (Pfalzgrafenweiler) mit Ohio. Sie liegt mit 46,2 Minuspunkten in der als internationale Zwei-Sterne-Prüfung (CCI**) ausgeschriebenen EM auf Rang drei der Einzelwertung. Julia Krajewski, wie Benjamin Winter Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe, rangiert mit After the Battle (50,7) auf Platz zehn. Franziska Roth (Dörpen) belegt mit Dictus J den 18. Platz (53,6). Die beiden deutschen Einzelreiter, Nadine Held (Massenhausen) mit Somebody (55,7) und Henning Würz (Bad Segeberg) mit Paulchen Panther (57,1) nehmen nach Dressur die Plätze 24 beziehungsweise 28 ein. Insgesamt bewerben sich 56 Junge Reiter um den EM-Titel. Nach Dressur führt die zweimalige Junioren-Europameisterin Laura Collett aus Großbritannien (43,5) vor dem Schweden Christofer Forsberg mit Grafman (43,6).

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