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EM Voltigieren Malmö: Deutsche Equipe im Wechselbad der Gefühle

Die deutsche Mannschaft hat am zweiten Wettkampftag bei den Europameisterschaften der Voltigierer im schwedischen Malmö ein Wechselbad der Gefühle erlebt.

  
Nachdem die Junioren-Einzel am Mittwoch aus deutscher Sicht einen Start nach Maß erwischten und die Führung bei den U18-Damen und -Herren übernahmen, ging es heute durchwachsen weiter.

Wenig erfreulich verlief es bei den Damen, denn keine deutsche Starterin erreichte in der Pflicht eine Top-Drei-Platzierung. Erwartungsgemäß übernahm die Britin Joanne Eccles die Führung (8,066 Punkten) in der Zwischenwertung. Eccles hatte bereits mit ihren Erfolgen in dieser Saison, unter anderem mit dem Sieg beim CHIO Aachen, ihre Ambitionen auf den EM-Titel angemeldet. Die Österreicherinnen Christa Kristofics-Binder (7,868) und Steffie Kowald (7,840) belegten in der Pflicht die Plätze zwei und drei. Noch gute Aussichten auf eine Medaille hat die Münchenerin Anja Barwig mit Magic Dream (Alexander Hartl) und einer Wertnote von 7,781 auf dem fünften Platz. Die WM-Dritte 2008 hat in der Vergangenheit häufig gezeigt, dass ihr die Rolle als "Jägerin" liegt und sie sich immer wieder mit starken Küren und einem guten Technikprogramm nach vorne arbeiten konnte. Pech hatten hingegen die beiden weiteren deutschen Teilnehmerinnen bei ihrer Championatspremiere als Einzelvoltigierer. Antje Hill und Simone Wiegele schafften es nicht, ihr gesamtes Leistungspotenzial abzurufen und verloren vor allem beim Gleichgewichtselement "Stehen" wertvolle Punkte. Ihr gemeinsames Pferd Arkansas (Jessica Schmitz) ließ sich von äußeren Einflüssen während der Prüfung ablenken, so dass er nicht das gewohnte Gleichmaß in der Galoppade zeigte. Vor der ersten Kür befindet sich Hill (7,312) auf dem achten Platz und Wiegele auf Rang 14.

Bereits von Beginn an zeigte der Kölner Kai Vorberg, dass mit ihm bei diesen Europameisterschaften wieder zu rechnen ist. Nachdem er im vergangenen Jahr mit dem ungewohnten zweiten Platz bei der WM vorlieb nehmen musste, möchte er bei der EM wieder ganz oben auf dem Siegerpodest stehen. Die Grundlage hierfür legte er mit seinem Pferd Sir Bernhard RS von der Wintermühle (Kirsten Graf) in der Pflicht. Mit einem deutlichen Abstand (8,343) distanzierte er den zweitplatzierten Franzosen Nicolas Andreani (8,069). Mehr als zufrieden kann Kürspezialist Daniel Kaiser (7,979) mit Merkur (Gerhard Kluger) nach der Pflicht sein, denn der WM-Dritte 2008 liegt vor seiner "Paradedisziplin Kür" auf Platz drei. Unmittelbar hinter ihm ist Weltmeister Petr Eim (7,975), der sich nach einer längeren Verletzungspause wieder auf dem internationalen Parkett zurückgemeldet hat. Der Junioren-Vizeeuropameister 2008, Viktor Brüsewitz, hat in dieser Saison mit Gustaffson (Lars Hansen) gleich den Anschluss an die internationale Spitze bei den Senioren geschafft und das EM-Ticket gelöst. Nach Ausführungsschwächen im Pflichtelement "Schere" verlor er allerdings einige Punkte auf die vorderen Plätze und befindet sich mit 7,555 Punkten zwischenzeitlich nur auf dem zehnten Platz.

Enttäuschend hingegen war die Leistung des deutschen Seniorteams. Der amtierende Weltmeister VV Ingelsberg (6,966) leistete sich mit Arador (Alexander Hartl) viele individuelle Fehler in der Pflicht und verlor fast einen halben Punkt auf das führende Team aus Österreich (7,451). Die Deutschen liegen in der "Königsdisziplin" nach der Pflicht auf dem dritten Platz hinter der Schweiz (7,072) und haben nur noch geringe Aussichten auf Gold.

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