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Europameisterschaften
Europameisterschaft der Springreiter 2007 Mannheim 0078
Auftakt EM der Springreiter 2007 0200
Auftakt nach Maß
Das war ein Auftakt nach Maß, wie man ihn sich schöner nicht wünschen konnte. Am ersten Tag wurde bereits erstklassiger Sport gezeigt.
Eine Einschätzung, die die Schweizerin Christina Liebherr wohl uneingeschränkt teilt, hatte sie doch auf dem zwölfjährigen niederländischen Wallach L.B. No Mercy vor 7.500 Zuschauern im MVV-Reitstadion Mannheim in 67,18 Sekunden eine blitzsaubere Nullrunde zum EM-Auftakt hingelegt. Eine Zeit, die für die versammelte Weltelite der Springreiter unerreichbar blieb. Mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung sicherte sich die zweifache EM-Silbermedaillengewinnerin von San Patrignano 2005 damit neben den 13.000 Euro Preisgeld für den Sieg im Deutsche Bank Preis auch die Führung in der Europameisterschafts-Einzelwertung. „Ich wollte heute unbedingt vorne dabei sein“, erklärte die 28-jährige, in Stuttgart geborene Eidgenossin ihren Siegeswillen. „Ich wusste, dass es vorher viele schnelle Ritte gegeben hat und bin bewusst das Risiko eingegangen, die enge Wendung zu Oxer Nummer sechs zu nehmen – nach dem Motto, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Jetzt habe ich natürlich ein gutes Gefühl für die nächsten Tage“, blickt Liebherr zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben.
Äußerst zufrieden zeigte sich indes auch der für den Reiter-Verein Mannheim startende Ludger Beerbaum, der auf dem bereits 16-jährigen Hengst Goldfever ebenfalls ohne Abwurf blieb und in 69,39 Sekunden die zweitschnellste Zeit des Tages erzielte. Damit verwies Beerbaum den 25-jährigen Österreicher Stefan Eder aus Salzburg, der mit seinem Wallach Cartier PSG nach fehlerfreien 69,42 Sekunden im Ziel war, auf den dritten Platz. Für die deutsche Equipe bedeutete Ludger Beerbaums Ritt gar die Führung in der EM-Mannschaftswertung, nachdem zuvor Meredith Michaels-Beerbaum auf Shutterfly und Christian Ahlmann auf Cöster auf die Plätze vier und zehn geritten waren. „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, zumal es ja am Anfang gar nicht danach ausgesehen hat“, erklärte Beerbaum mit Blick auf das Malheur des vierten deutschen Reiters Marcus Ehning, der auf Nolte’s Küchengirl als Startreiter ausgeschieden war. „Jetzt haben wir ein wirkliches Streichergebnis und drei Ergebnisse unter den Top Ten. Das ist besser als vier ordentliche Ergebnisse. Allerdings“, so Beerbaum weiter, „ist Marcus trotzdem einer der besten, wenn nicht gar der beste Reiter der Welt. Und ich bin sicher, er wird das morgen wieder gutmachen.“Voll des Lobes über die Bedingungen bei der FEI Europameisterschaft der Springreiter in Mannheim zeigte sich Stefan Eder: „Ich kann dem Veranstalter nur gratulieren. Es ist einfach alles topp hier, die Böden sind super, die Boxen riesengroß, die Pferde fühlen sich sehr, sehr wohl.“ Seinen eigenen Erfolg, der sicherlich zu den Überraschungen des Tages zählt, führte der Salzburger auf ein einfaches Rezept zurück: „Ich habe frech riskiert und heute ist mir das gelungen.“ Und ebenso einfach schilderte er seine Strategie für die kommenden Tage: „Ich werde einfach versuchen, in jeder Runde null zu bleiben.“
Hoch zufrieden mit dem Verlauf dieser Auftaktprüfung zeigte sich auch Hanns Michael Hölz, Global Head Corporate Sports der Deutschen Bank AG:
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