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Europameisterschaften
Vielseitigkeit Junge Reiter Kreuth 2008 1137
Teilpruefung Dressur Einzelwertung 1145
EM Vielseitigkeit Junge Reiter: Julia Krajewski führt nach Dressur
Bei den Vielseitigkeits-Europameisterschaften der Jungen Reiter im ostbayerischen Kreuth liegt das britische Team nach der Dressur in Führung.
Die als Schlussreiterin des deutschen Teams startende Julia Krajewski, Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe Vielseitigkeit, erzielte ein Ergebnis von nur 43,50 Minuspunkten und setzte sich damit an die Spitze des Starterfeldes. Pech hatte dagegen die dritte deutsche Teamreiterin Antje Deparade gehabt. Sie war heute am frühen Morgen als erste Starterin aufs Viereck gegangen, wobei sich ihre Schimmelstute Komtess nach einem guten Beginn von der ungewohnten Atmosphäre des Dressurstadions irritieren ließ und stellenweise die Mitarbeit verweigerte. Das Paar blieb deutlich unter seinen Möglichkeiten, beendete die Prüfung mit einem Ergebnis von 67,5 auf dem 50. Rang und bildete damit zunächst das Streichergebnis für das deutsche Team.
Für dieses sah es nach Julia Krajewskis Ritt kurzfristig noch so aus, als könne es das bis dahin führende englische Team noch überrunden. Doch die letzte britische Teamreiterin machte diese Hoffnung zunichte. Die 19-jährige Emily Llewellyn, im vergangenen Jahr noch Bronzemedaillengewinnerin bei der Junioren-EM, folgte mit Pardon Me II mit einem Ergebnis von 43,8 Minuspunkten Julia Krajewski auf dem Fuße (43,8), verwies damit ihre gleichaltrige Teamkollegin Georgie Spence mit Skylight auf Platz drei (46,1) und sicherte gleichzeitig ihrer Mannschaft die Pole-Position für den bevorstehenden Geländeritt. Knapp sechs Punkte trennen die britischen Titelverteidiger nach der Dressur von ihren Verfolgern aus Deutschland. Während diese einen Zwischenstand von 145,2 Minuspunkten aufweisen, haben die Briten nur 139,7 Punkte auf dem Konto. Mit 151,80 Punkten auf Rang drei folgt die Mannschaft aus der Schweiz, die im vergangenen Jahr die Silbermedaille bei den EM holte.
Noch aber ist ist alles offen. "Der Geländekurs ist schwerer, als er vielleicht auf den ersten Blick aussieht", so lautete der erste Eindruck des deutschen Teamreiters Benjamin Winter: "Vor allem ist er konditionell sehr anspruchsvoll, deswegen haben wir in den letzten Wochen vor der EM auch besonders viel Konditionstraining gemacht. Ich glaube aber, es wird schwer, die erlaubte Zeit zu erreichen." Er wird der Erste sein, der es weiß, denn er ist der erste Starter, der am Samstag, um 8.30 Uhr auf die rund 5.300 Meter lange EM-Geländestrecke mit ihren 25 Hindernissen gehen wird. Der Preis-der-Besten-Sieger rangiert nach Dressur gemeinsam mit der deutschen Einzelreiterin Sonja Buck (Pfalzgrafenweiler) mit Ohio auf Platz acht (49,8). Nicht weit davon entfernt konnten sich auch die übrigen deutschen Teilnehmer einordnen, allen voran Charlotte Offeney mit Killossery Kobra. Mit 51,0 Minuspunkten belegt sie gemeinsam mit dem Britin Emily Galbraith Platz elf vor Johanna Dörner (Bocholt) mit Eden Rock (51,3/Platz 15). Knapp dahinter konnte sich die deutsche Teamreiterin Franziska Roth mit Dictus J platzieren, die auf dem Viereck 51,9 Minuspunkte sammelte und Platz 18 belegt. Nur einen Platz dahinter liegt die amtierende Europameisterin Sabrina Mertens (Sassenberg) mit Divolo (52,7), auf die - ebenfalls mit geringem Abstand - Julia Weiser mit Abendflirt FRH (52,7/Platz 22) folgt.
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