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Europameisterschaften
Vielseitigkeit Junge Reiter Kreuth 2008 1137
Teilpruefung Gelaende 1147
EM Vielseitigkeit Junge Reiter: Großbritannien führt weiter vor Deutschland
Auch nach der zweiten Teilprüfung der Vielseitigkeits-Europameisterschaften der Jungen Reiter in Kreuth liegen die Mannschaften aus Großbritannien und Deutschland im Kampf um die Medaillen Kopf an Kopf.
Als erster Starter am heutigen Morgen ging der 19-jährige Benjamin Winter an den Start. Wenn er, wie viele andere auch, am Vortag noch geglaubt hatte, dass die für die rund 5.300 Meter lange Strecke angesetzte Bestzeit von 9 Minuten und 40 Sekunden nur schwer zu erreichen sein würde, so wurde er rasch eines besseren belehrt. Mit seinem Wild Thing Z blieb der Preis-der-Besten-Sieger 20 Sekunden unterhalb der Bestmarke, beendete die Prüfung daher mit seinem Dressurergebnis von nur 49,8 Minuspunkten und rückte damit auf Platz sechs im Einzelklassement vor. Solchermaßen motiviert zogen seine Teamkollegen nach. Schon nach dem letzten Hindernis hob Franziska Roth (GER) die Siegerfaust, denn auch sie wusste, dass sie mit "weißer Weste" ins Ziel gekommen war (51,9/Platz zwölf). Die schnellste Runde aller Teilnehmer drehte die Sachsen-Anhaltiner Reiterin Antje Deparade (GER) durch die von Parcourschef Gerd Haiber konzipierte Geländestrecke. Das entschädigte die 21-Jährige für ihren verkorksten Start in der Dressur. Hier hatte sich ihre Schimmelstute Komtess nach einem hervorragenden Beginn mehr auf das Geschehen außerhalb des Vierecks konzentriert als auf ihre Aufgabe und war damit deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben. Damit war und blieb das Paar das Streichergebnis für die Mannschaft (67,5 Minuspunkte) und erst die letzte deutsche Mannschaftsreiterin, Julia Krajewski, sorgte mit ihrer Nullrunde für ein Aufatmen im deutschen Lager. Mit 145,2 Minuspunkten blieb das deutsche Team auf Rang zwei hinter den weiterhin führenden Briten. Diese hatten zwar ausnahmslos die alternativen Wege an den Hindernissen vier und neun gewählt, der Heckenkombination am Hang und der Sunken Road, waren aber dennoch innerhalb der erlaubten Zeit geblieben. Für die Titelverteidiger blieb es damit bei ihrem Dressurergebnis von 139,7 Minuspunkten, für die beiden Teammitglieder Emily Llewellyn mit Pardon Me II (43,8) und Georgie Spence mit Skylight (46,1) bei ihren Plätzen zwei beziehungsweise drei hinter der führenden Julia Krajewski (43,5).
Insgesamt bewältigten 20 Paare die Strecke ohne jeden Fehler. Darunter auch die deutschen Einzelreiter Johanna Dörner mit Eden Rock (51,3/Platz neun) sowie die Titelverteidigerin Sabrina Mertens mit Divolo (52,1/Platz 17). Lediglich Zeitfehler musste Charlotte Offeney Killossery Kobra in Kauf nehmen (59,(/Platz 25). Weitere elf Paare waren dem EM-Kurs dagegen nicht gewachsen. So auch die nach Dressur noch auf Platz vier rangierende Sonja Buck mit Ohio. Sie musste nach einem Sturz am zweiten Hindernis ausscheiden. "Ausgerechnet hier bei der Euro musste das passieren. Ohio hat bisher noch nie einen Fehler gemacht", sagte die 18-Jährige enttäuscht. Kein Glück hatte auch Julia Weiser. Nach zwei Verweigerungen ihres Abendflirt FRH verzichtete sie aufs Weiterreiten. Zu denjenigen, die nicht ins Ziel kamen, zählten auch die für das Schweizer Team startenden Brüder Christian und Felix Vogg aus Radolfszell. Damit fielen Eidgenossen von einem aussichtsreichen dritten Platz auf Platz sieben in der Mannschaftswertung zurück. Auf Bronzekurs rückten dagegen die Franzosen vor (160,2). Allerdings hatten auch sie mit Guilhem Calvo einen Ausfall zu verzeichnen. Als einziges Team neben den Briten und Deutschen beendeten die Belgier die Prüfung in Wertung. Sie rangieren damit vor dem abschließenden Springen auf Platz fünf (254,9) hinter den viertplatzierten Italien (183,5).
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