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Olympia Vielseitigkeit: Deutschland nach Dressur auf Platz zwei

Nach der ersten Teilprüfung der olympischen Vielseitigkeit, der Dressur, liegt das deutsche Team auf dem zweiten Platz hinter den australischen Reitern, die mit Lucinda Fredericks und Headley Britannia auch die Führende in der Einzelwertung stellen.

Ingrid Klimke  (GER) & FRH Butt Abraxxas - Vielseitigkeitsdressur, Olympische Reiterspiele Hongkong 2008Aber auch die dreifache Deutsche Meisterin Ingrid Klimke konnte sich mit Abraxxas eine gute Ausgangsposition verschaffen: Mit einem Ergebnis von nur 33,5 Minuspunkten belegt sie Platz drei im Zwischenklassement.

"Ich bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden", sagte Ingrid Klimke, die als vierte deutsche Starterin am Sonntagmorgen aufs Viereck musste, nach ihrem Ritt. "Das wiederholte Üben unter Anleitung von Chris Bartle hat sich voll ausbezahlt. Ich konnte die Dressur so abrufen, wie erhofft." Nur einmal, beim Übergang vom starken zum Mittelschritt, ließ sich Abraxxas von zwei auffliegenden Vögeln für einen kleinen Moment ablenken. Generell war "Abraxxas konzentriert und aufmerksam", lobte Klimke ihren vierbeinigen Partner. "Aber wenn man in das Stadion hineinreitet, ist da schon eine kribbelige Atmosphäre."

"Am Anfang im Trab war Butts Leon noch etwas verspannt", erklärte auch der deutsche Schlussreiter Andreas Dibowski. Im Laufe der Prüfung steigerte sich das Paar jedoch zunehmend und glänzte vor allem in der Galopptour, seiner Paradedisziplin. "Als der Trab- und Schrittteil überstanden waren, war alles gut", so "Dibo" in einem Fernsehinterview nach seinem Ritt. Mit einem Ergebnis von nur 39,6 Minuspunkten nimmt er in der Einzelwertung Platz elf ein. "Das Mannschaftsergebnis hat auf jeden Fall Vorrang", betonte Dibowski. "Falls morgen im Gelände aber alles gut läuft und mir die Teamführung grünes Licht gibt, werde ich natürlich auch alles daran setzen, ein gutes Einzelergebnis herauszuholen."

  
Mit den Ergebnissen von Ingrid Klimke, Andreas Dibowski und Hinrich Romeike mit Marius (37,4/Platz sieben) kommt die deutsche Mannschaft auf einen Zwischenstand von 110,5 Minuspunkten. Nicht eingerechnet wurden dabei die Resultate der beiden ersten deutschen Starter, Peter Thomsen mit The Ghost of Hamish (53,3/Platz 46) und Frank Ostholt mit Mr. Medicott (44,6/Platz 21), da nur die drei besten Ergebnisse pro Mannschaft gewertet werden.

Die Mannschaftswertung angeführt wird nach der Dressur von Australien (102,8), derzeit auf Bronzekurs liegen die USA mit 115,6 Minuspunkten. Auf den weiteren Plätzen folgen Großbritannien (121,8), Italien (127,4), Neuseeland (136,5), Schweden (140,0), Frankreich (152,7), Kanada (143,2), Irland (160,8) und Brasilien (180,3).

Die olympische Vielseitigkeit wird morgen früh mit der Geländeprüfung fortgesetzt. Hier gilt es einen rund 4.600 Meter langen Kurs mit 39 Sprüngen zu überwinden, wobei nicht nur Strafpunkte für Hindernisfehler, sondern vor allem für Zeitüberschreitung anfallen können, die zum jeweiligen Dressurergebnis addiert werden. Die endgültige Entscheidung über die Mannschafts- und Einzelmedaillen fallen in den abschließenden Springprüfungen am Dienstag.

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