CAIO Breda: Deutsche Vierspänner auf Platz zwei im Nationenpreis
Die deutschen Vierspänner-Fahrer sind im niederländischen Breda im Nationenpreis gestartet und kamen mit 331,8 Punkten auf den zweiten Platz.
Nach einem erfolgreichen Saisonverlauf und dem dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft startete Dangel zum ersten Mal für das deutsche Team. Für Einzelfahrer Georg von Stein war es eines der ersten großen Turniere im Ausland. Als weiterer Einzelfahrer war Christian Plücker mit nach Breda, der in Aachen noch als Mannschaftsfahrer dabei war. Er fuhr mit einem neuen Pferd und startete daher als Einzelfahrer.
Bereits nach der Dressur war das niederländische Team mit Ysbrand Chardon, Koos de Ronde und Theo Timmermann in Führung gegangen und gab diese auch bis zum Ende nicht mehr ab. "Die Holländer waren wirklich sehr stark", gab Meier zu. Der spätere Sieger der Einzelwertung Ysbrand Chardon kam in der Dressur mit 38,91 Punken auf Platz zwei, hier war nur der Australier Boyd Exell mit 37,63 Punkten besser. Insgesamt zählte das niederländische Team 84,1 Punkte nach der Dressur, Deutschland 106,5 (48,26 Punkte von Sandmann und 58,24 Punkte von Dangel).
Auch nach dem Gelände blieb das deutsche Team hinter den Niederländern. Mit 96,60 Punkten von Ludwig Weinmayr und 99,21 Punkten von Sandmann kamen sie auf 195,8 Punkte, die Niederländer zählten nach dem Geländetag 188,2 Punkte zu ihrem Ergebnis hinzu. Mit 225,1 Punkten im Gelände blieben die Franzosen weiterhin auf Platz drei hinter Deutschland. "Die Veranstalter hatten die Hindernisstrecke im ganz großen Stil neu gemacht, das war schon ein beeindruckendes Turnier", sagte Meier.
Das Hindernisfahren war zum Abschluss noch einmal richtig schwierig. Als einziger Fahrer blieb der Niederländer Koos de Ronde fehlerfrei. So kamen beim niederländischen Team im Hindernisfahren lediglich drei Punkte für einen gefallenen Ball hinzu. Bei den deutschen Fahrern sammelten sich einige Strafpunkte für gefallene Bälle und Überschreiten der erlaubten Zeit an. Mit 11,41 Punkten war das Ergebnis von Christoph Sandmann das beste der deutschen Mannschaftsfahrer. Sein linkes Vorderpferd hatte nicht seinen besten Tag erwischt und trat nicht nur einmal gegen einen Kegel. Max Dangel kam auf 18,10 Punkte und Ludwig Weinmayr lieferte mit 18,82 Punkten das Streichergebnis. Auch Weinmayr hatte Pech. Bei ihm lief bis zum 14. Hindernis alles rund und er war noch fehlerfrei. Dann musste er aufgrund der knapp bemessenen Zeit Gas geben und eines der Hinterpferd schlug aus. Dabei kam es mit dem Bein über den Strang, Weinmayr musste anhalten, um alles wieder zu richten und verlor wichtige Zeit. Aber auch die Franzosen machten viele Fehler und fuhren 30,3 Punkte im Kegelparcours zusammen, so dass das deutsche Team vor den Franzosen und hintern den Niederländern Platz zwei belegte.
In der Einzelwertung rutschte Christoph Sandmann durch die 11,41 Punkte beim Hindernisfahren von den vorderen Plätzen auf Rang sechs ab. Christian Plücker kam mit 174,77 Punkten auf Platz elf, vor Ludwig Weinmayr, der mit 175,45 Punkten Platz zwölf belegte. Max Dangel kam am Ende auf Rang 16 (183,16 Punkte), Georg von Stein, ebenfalls als Einzelfahrer gestartet, belegte Platz 17 (184,78). "Er war die Dressur und das Gelände sehr ordentlich gefahren, hatte dann aber auch beim Hindernisfahren Pech", so Meier. In von Steins Viererzug verhakte sich in einer Wendung die Leine, so dass er anhalten musste. So konnte auch er die knapp bemessene Zeit nicht einhalten. In der Kombinierten Wertung siegte der Niederländer Ysbrand Chardon (135,64) vor seinen Teamkollegen Koos de Ronde (143,60) und dem Schweden Tomas Eriksson (149,59). Der Australier Boyd Exell kam auf Platz vier, der dritte niederländische Mannschaftsfahrer Theo Timmermann auf Platz fünf.
Bei den Pony-Vierspännern kam Daniel Coenen als bester deutscher Ponyfahrer auf Platz acht (192,28). Hier siegte der Niederländer Marcel de Vries (148,76) vor seinem Landsmann Aart van de Kamp jun. (151,94). Die Belgierin Tinne Bax, Bronze-Gewinnerin bei der diesjährigen WM in Greven, kam auf Platz drei (160,34).
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