CAIO Vecses 2010: Deutsche Vierspänner im Nationenpreis auf Platz vier
Den Nationenpreis der Vierspänner im ungarischen Vecses hat das deutsche Team auf Platz vier beendet. Michael Brauchle , Dirk Gerkens und Georg von Stein kamen auf insgesamt 312,11 Punkte.
Besonders zu schaffen machte dem deutschen Team die Hitze in Ungarn. Jeden Tag waren es zwischen 35 und 38 Grad und kein Windzug zog über das Turniergelände. "Die Hitze war brutal und das Gelände ist einfach immer enorm schwer hier mit vielen abwerfbaren Teilen", so das Fazit von Cheftrainer Ewald Meier (Meißenheim). Trotz des vierten Platzes war er mit seiner noch unerfahrenen Mannschaft - Georg von Stein und Dirk Gerkens starteten beide zum ersten Mal für ein deutsches Team - einigermaßen zufrieden.
Schon vor der Dressur hatte es einige Probleme gegeben. Ein Pferd von Dirk Gerkens hatte Reisefieber und er musste sein Gespann umstellen. "Das war schon heftig, aber das Pferd hat sich mittlerweile wieder gut erholt", so Meier. Michael Brauchle hatte zwei neue Pferde mit. "Das lässt sich dann auch alles noch nicht so schnell realisieren, so dass es dann auch noch nicht so richtig rund läuft." Lediglich Georg von Stein zeigte einen tollen Auftritt im Viereck und kam auf 51,33 Punkte. "Das war die beste Dressur, die er je gefahren hat", sagte Meier. Im Gelände taten sich die deutschen Fahrer dann schwer. "Das ist natürlich auch richtig schwierig in Vecses und es war so heiß, da ließ dann die Konzentration nach, aber wir mussten hier auch einfach die Erfahrungen sammeln." Beim Hindernisfahren blieb keiner der deutschen Fahrer fehlerfrei, so dass 22,01 Punkte aus dem Kegelparcours zu den Ergebnissen aus Dressur und Gelände hinzukamen.
In der Einzelwertung kam Michael Brauchle als bester deutscher Vierspännerfahrer auf Platz acht (164,13), Einzelfahrer Ludwig Weinmayr (Fischbachau) platzierte sich direkt dahinter auf Rang neun (164,35) und Georg von Stein kam auf Platz zehn (168,30). Dirk Gerkens belegte den 13. Rang (174,64). Es siegte der Niederländer Koos de Ronde (130,18).
Das Turnier in Ungarn war gleichzeitig auch die zweite Sichtung für Aachen und für die Weltreiterspiele im Herbst um US-Staat Kentucky. Für die Vierspännerfahrer, die nicht in Ungarn gestartet sind, steht alternativ das Turnier in Herchenrode in zwei Wochen als zweite Sichtung auf dem Programm. Danach entscheidet sich, wer beim CAIO in Aachen, der gleichzeitig die dritte Sichtung für die Weltreiterspiele ist, starten darf. "Ich habe hier in Vecses schon mal einen guten Eindruck bekommen, aber natürlich müssen wir erst mal das Turnier in Herchenrode abwarten, bis ich was zu den Kandidaten für Aachen sagen kann", erklärte Meier.
Für die Vierspännerfahrer stehen danach noch das Deutsche Fahrderby im westfälischen Riesenbeck vom 30. Juli bis 1. August und die Deutsche Meisterschaft der Vierspänner in Lähden in Weser-Ems vom 20. bis 22. August an, bevor es zu den Weltreiterspielen in die USA geht.
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