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CCI Badminton: Deitermann und Dibowski auf Erfolgskurs

In der internationalen Vier-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung in Badminton in Großbritannien liegen Simone Deitermann und der Mannschafts-Olympiasieger Andreas Dibowski auf Erfolgskurs.

  
Beide rangieren nach Dressur und Geländeritt, der in diesem Jahr ausnahmsweise am Sonntag ausgetragen wurde, in den Top Five. Die endgültige Entscheidung fällt morgen im abschließenden Springen.

Das schönste Geburtstagsgeschenk machte sie sich heute selbst: Nur acht Sekunden über der erlaubten Zeit steuerte Simone Deitermann ihren Westfalen Free Easy NRW ins Ziel der Geländestrecke. Hinter den beiden lag ein fehlerfreier Ritt über insgesamt 31 Hindernisse, der ihnen am Ende des Tages den dritten Platz im Zwischenstand bescherte (48,2 Minuspunkte). "Ich schwebe immer noch auf Wolke sieben, ach was, auf Wolke acht", sagte die 29-Jährige. Am Anfang der Strecke hatte sie noch alle Hände voll zu tun gehabt, ihren hoch motivierten Free Easy NRW auf Kurs zu halten. Die langen Galoppierstrecken waren ihm allerdings sehr entgegen gekommen und auf der zweiten Hälfte der Strecke "war es einfach nur noch ein tolles Gefühl". Rückblickend sagte Deitermann über ihr Badminton-Debüt: "Ich kann's noch gar nicht richtig fassen, was wir da geleistet haben. Die Hindernisse waren zwar nicht ganz so hoch und breit, wie ich das erwartet hatte, aber alles war sehr technisch. Man musste überall hundertprozentig konzentriert sein, wenn man keinen Fehler machen wollte".

Fehlerfrei und wie an der Schnur gezogen bewältigte auch Andreas Dibowskis Olympiapferd Euroridings Butts Leon den Kurs. Wie Simone Deitermann musste sich auch "Dibo" lediglich ein paar Zeitfehler anrechnen lassen. Er belegt damit mit 49,5 Minuspunkten Platz fünf im Zwischenklassement. Für Andreas Dibowski ist es bereits der vierte Start in Badminton: 2002 belegte er mit der Schimmelstute Ginger Platz vier, 2006 wurde er mit FRH Little Lemon 13ter und vor zwei Jahren verpasste er mit FRH Serve Well knapp den Sieg und wurde Zweiter.

Wie Deitermann Badminton-Premiere feierte in diesem Jahr auch Kai Rüder (Blieschendorf) - und das gleich mit einem "Knall". Sein Hengst Leprince des Bois präsentierte sich auf dem Viereck so überzeugend, dass ihn die Richter mit 33,8 Minuspunkten in der Dressur mit Abstand an die Spitze setzten. Im Gelände allerdings kassierte der Fehmaraner nach einem guten Anfang eine Verweigerung an der "Bank", Hindernis 18, was ihn nicht nur 20 Strafpunkte, sondern auch Zeit kostete. Damit fiel das Paar auf Platz 39 (81,0 Minuspunkte) zurück. Noch härter traf es die vierte deutsche Teilnehmerin. Anna Warnecke (Osnabrück), die wie Andreas Dibowski bereits zum vierten Mal in Badminton am Start war, fand sich nach einem Vorbeiläufer ihres Twinkle Bee plötzlich neben ihrem Pferd wieder und musste damit - wie insgesamt 14 weitere Reiter - ausscheiden. Insgesamt neun Reiter gaben auf der Strecke auf, darunter die zweifache Badminton-Siegerin Mary King. Sie verzichtete mit ihrem zweiten Pferd Kings Temptress nach einem Vorbeiläufer aufs Weiterreiten, hat jedoch mit Imperial Cavalier noch ein weiteres Eisen im Feuer. Mit ihm rangiert sie mit einem Zwischenstand von 47,2 Minuspunkten nach Dressur und Gelände auf Platz zwei hinter dem Australier Paul Tapner, der mit Inonothing im Gelände nur eine Sekunde langsamer war als erlaubt und nun mit 44,9 Minuspunkten in Führung liegt. Insgesamt beendeten 57 Paare die Geländestrecke, davon 41 fehlerfrei und vier innerhalb der erlaubten Zeit.

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