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CCI Badminton 2011: Vierter Sieg für Vielseitigkeits-Legende Mark Todd

Im Sattel des Schimmels NBZ Land Vision behielt der Neuseeländer dank einer Nullrunde im abschließenden Parcours seine Führungsposition nach Dressur und Gelände bei.

  
Somit hat „Busch“-Legende Mark Todd zum vierten Mal die internationale Vielseitigkeitsprüfung in Badminton gewonnen. Mit 55 Jahren ist Todd der bislang älteste Gewinner in der Geschichte Badmintons. Seinen ersten Sieg in der britischen Traditionsprüfung erzielte er 1980 mit Southern Comfort, weitere Siege folgten 1994 (mit Horton Point) und 1996 (mit Bertie Blunt).

1994 war auch sie das erste Mal dabei: Marina Köhncke, damals noch unter ihrem Mädchennamen Loheit. Mit Sundance Kid übernahm sie in der Dressur die Führung, schied allerdings im Gelände aus. In diesem Jahr wagte sie mit der zwölfjährigen Stute Calma Schelly ihren zweiten Versuch und hatte es bereits nach der Dressur in der Hand, ganz vorne mitzumischen (39,8, Platz sechs). Im Gelände rückte sie noch weiter vor und lag mit nur 0,2 Minuspunkten Abstand hinter Mark Todd auf dem zweiten Platz. Und zunächst sah es im Springen auch so aus, als könnte sie diesen Platz halten, doch dann fiel am letzten Hindernis die Stange. Hinzu kamen zwei Zeitfehler, was in dem dicht beisammen liegenden Feld Platz neun im Endstand bedeutete (49,8). "Das war natürlich sehr schade. Aber auch so war es ein Super-Comeback für Marina. Das war ein Geländeritt vom Allerfeinsten und auch im Springen lief es bis zum letzten Sprung super“, sagte Bundestrainer Hans Melzer (Putensen). „Es war aber auch richtig spannend. Das hat es aber noch nie gegeben in Badminton, dass die ersten Zwölf keinen Springfehler auseinander lagen. Da gehört dann am Ende eben auch ein bisschen Glück dazu.“  Platz zwei ging an Vize-Europameisterin Piggy French (GBR) mit Jakata (45,2) vor ihrer Landsmännin Mary King mit Imperial Cavalier (45,8), die beide fehlerfrei geblieben waren.

Kai Rüder (GER) verpasste mit Leprince des Bois einem Abwurf im Springen knapp die Top Ten. Er landete mit 51,2 Minuspunkten auf Platz elf, da er dem punktegleich beendenden Andrew Nicholson (Neuseeland) mit Avebury den Vortritt lassen musste, der im Gelände wenige Sekunden schneller unterwegs gewesen. Für das Holsteiner Paar war es der zweite Start in Badminton. Im Vorjahr hatten sie in der Dressur gewonnen und waren nach einem Fehler im Gelände auf Platz 39 gelandet. Eine bessere Badminton-Bilanz hat Mannschafts-Olympiasieger Andreas Dibowski (Döhle) vorzuweisen. Bereits zwei Mal lag er auf Platz zwei, einmal beendete er auf Platz vier. In diesem Jahr kam er mit Pau-Siegerin FRH Fantasia allerdings nicht über Platz 19 hinaus.

Insgesamt gingen am Wochenende sechs deutsche Paare an den Start. Anna Warnecke, die mit Twinkle Bee bereits zum fünften Mal in Badminton am Start war, beendete die Prüfung auf Platz 43. So hatte sie sich nach Dressur zwar mit einer sicheren Geländerunde auf Platz 29 verbessert, büßte den Vorsprung jedoch durch drei Abwürfe und Zeitfehler im Springen wieder ein. Mannschafts-Olympiasiegerin Ingrid Klimke, die wie „Dibo“ bereits einmal mit Sleep Late den zweiten Platz in dieser Prüfung belegen konnte, schied mit FRH Butts Abraxxas nach einem Sturz im Gelände aus. Andreas Ostholt gab mit Franco Jeas gab nach einer Verweigerung auf.

5 Kommentare

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