CCI Luhmühlen 2011: Frank Ostholt führt mit Little Paint in der Dressur
In Luhmühlen wurde heute die internationale Vielseitigkeit mit der Dressur der Vier-Sterne-Hauptprüfung fortgesetzt. Weltweit gibt es nur sechs solcher Topprüfungen auf WM-Niveau.
„Ich habe es gehofft, dass es so klappt. Ich habe ein Superpferd, das alle Möglichkeiten hat“, sagte Ostholt zufrieden. Schon einmal, 2006, konnte er die Vier-Sterne-Prüfung in der Westergellerser Heide gewinnen, damals im Sattel von Air Jordan. Auch Little Paint war schon einmal dicht dran: 2008 wurde das Paar in Luhmühlen Zweiter, allerdings musste der Wallach in den folgenden beiden Jahren wegen einer Zyste am Oberschenkel pausieren. „Jetzt ist er wieder topfit“, sagte Frank Ostholt, der sich an diesem Wochenende mit dem 13-Jährigen für die Europameisterschaft im August empfehlen möchte.
Mit dem Ziel, einen Blick auf den kommenden EM-Standort zu werfen, reiste auch Vizeeuropameisterin Piggy French aus Großbritannien in die Heide. Im Sattel des relativ unerfahrenen Flying Machine erzielte sie in der Dressur 37,2 Minuspunkte. „Wir hatten allerdings nicht die ideale Vorbereitung. Wegen der Trockenheit in England und des harten Bodens konnten wir nicht so viel trainieren wie erhofft“, sagte French, die in der Nähe von Burghley in Leicestershire zu Hause ist. Ihr Ziel für ihre Luhmühlen-Premiere: mit „einer guten Erfahrung“ nach Hause fahren.
Auf dem dritten Platz vor dem Gelände rangiert der Schwede Niklas Jonsson mit der Rappstute First Lady (37,80) vor zwei weiteren deutschen Paaren: Vier-Sterne-Newcomerin Sandra Auffarth, bis vor Kurzem Mitglied der Warendorfer Perspektivgruppe, mit Opgun Louvo (39,0) und Lokalmatador Andreas Dibowski mit seinem Championatspferd Euroridings Butts Leon. Der Mannschafts-Olympiasieger ging als letzter der 43 Starter aufs Viereck und belegt mit 39,8 Minuspunkten Platz fünf.
Nicht ganz nach Plan lief für Weltmeister Michael Jung, vor zwei Jahren Sieger des CCI**** Luhmühlen. Sein Vier-Sterne-Neuling Leopin blieb im Viereck etwas unter seinen Möglichkeiten: 43,2 Minuspunkte. „Der Plan war eine 37-er Dressur“, verriet Vater Joachim Jung. Jetzt startet das Paar von Platz neun in den morgigen Geländeritt, Teil zwei, der internationalen Vier-Sterne-Prüfung. Um 9.30 Uhr sind zunächst die Teilnehmer an der Milford Trophy und der Deutschen Meisterschaft an der Reihe, ab 13.21 Uhr geht es dann für die Vier-Sterne-Reiter auf die von Captain Mark Phillips gestaltete Geländestrecke.


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