CCI Pau 2010: Sieg für Andreas Dibowski
Andreas Dibowski hat mit FRH Fanatasia die internationale Vielseitigkeit im französischen Pau und damit seine erste Vier-Sterne-Prüfung gewonnen. "Ich stand jetzt fünf Mal in Folge bei einem CCI**** auf dem Treppchen, aber zum ersten Mal ganz oben.
Für Andreas Dibowski, der in Pau als Favorit gehandelt wurde, begann die Prüfung allerdings mit einem mäßigen Auftakt. Mit 51,0 Minuspunkten auf dem Konto verließen er und seine Hannoveraner Stute (v. Federweisser) das Viereck auf Platz elf. "So richtig überraschend war das allerdings nicht. Ich habe zuhause schon gemerkt, dass sie in der Dressur ein bisschen 'über dem Punkt' war. Das war hier sicher nicht unsere beste Dressur", sagte "Dibo". Im Gelände kamen dann aber lediglich 10,0 Strafpunkte für Zeitüberschreitung hinzu, wodurch sich der Mannschafts-Olympiasieger im Klassement verbessern konnte. Mit einem Zwischenstand von 61,0 Minuspunkten rückte er vor dem abschließenden Springen auf Platz vier vor. Und bei diesem Punktestand sollte es bleiben, denn bei strömendem Regen ("Bei den letzten Fünf hat es gegossen wie aus Eimern") gelang dem Döhlener zuletzt eine von nur zwei fehlerfreien Runden im Parcours. „Ich bin sehr glücklich. Damit hatte ich nicht wirklich nicht mehr gerechnet. Es war nicht Fantasias beste Dressur hier, aber wir hatten eine richtig gute Runde im Gelände und heute etwas Glück in der Dreifachen Kombination. Aber auf diesem Niveau braucht man eben auch Glück im richtigen Moment – und heute war einfach mein Tag“, sagte Andreas Dibowski anschließend in der Pressekonferenz.
Für seinen Sieg sorgten schließlich die drei vor dem Springen noch vor ihm rangierenden Paare, die allesamt Fehler verzeichnen mussten. Allen voran Mannschafts-Weltmeister William Fox-Pitt, der mit Navigator das Feld nach Dressur und Geländeritt noch mit knapp zehn Punkten Vorsprung vor „Dibo“ angeführt hatte. Der Brite kassierte drei Abwürfe und landete damit auf Platz zwei (Endstand 63,2). Ebenfalls hinter Dibowski landeten die Belgierin Karen Donckers mit Lamizell Charizard (66,6/Platz drei) und Boyd Martin im Sattel des Hannoveraners Remington XXV (v. Rubinstein I). Der US-Amerikaner kassierte im Springen gleich 17 Strafpunkte und fiel vom dritten auf den siebten Platz zurück (76,2). Damit musste er am Ende auch dem zweiten deutschen Starter den Vortritt lassen: Kai Rüder (Blieschendorf) belegte mit Leprince des Bois mit einem Endstand von 69,4 Minuspunkten Platz vier.
Das CCI**** Pau war zugleich die letzte Station der HSBC FEI-Classics-Serie, für die außerdem die Ergebnisse der CCI**** Lexington/USA, Badminton und Burghley in Großbritannien und Luhmühlen gewertet wurden. Als Sieger der Serie ging William Fox-Pitt hervor, der sich damit über 150.000 US-Dollar Preisgeld freuen darf. Andreas Dibowski landete auf Platz zwei und durfte dafür 75.000 US-Dollar zusätzlich zu seiner Siegespämie mit nach Hause nehmen.
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