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CICO Fontainebleau 2011: Deutsche Vielseitigkeitsreiter gewinnen Nationenpreis

Es ist ein Saisonauftakt wie aus dem Bilderbuch. Im französischen Fontainebleau sicherten sich die deutschen Vielseitigkeitsreiter den Sieg im Nationenpreis und stellten mit Michael Jung auch den überragenden Reiter des Turniers.

  
Er belegte nicht nur die Plätze eins, drei und vier in der Drei-Sterne-Hauptprüfung, sondern auch mit Nachwuchspferden die Plätze eins und zwei im CCI*.

„Das lief deutlich besser als vor zwei Jahren“, kommentierte Bundestrainer Hans Melzer schmunzelnd in Erinnerung an die EM 2009, bei der das deutsche Team ausgeschieden war. Schon damals war es Michael Jung, der mit Einzel-Bronze die deutsche Ehre gerettet hatte. In diesem Jahr landete das Weltmeisterpaar Michael Jung und La Biosthetique Sam FBW – trotz eines Abwurfs im abschließenden Springen – einen Start-Ziel-Sieg (Endstand 41,0).

Fast hätte das Ergebnis sogar „Jung vor Jung vor Jung“ geheißen, denn mit seinen Pferden Weidezaunprofi’s River of Joy (43,5) und Teampferd Leopin (43,6) rangierte der Weltmeister vor dem Springen auf den Plätzen zwei und drei. Allerdings kassierte er auch mit diesen beiden Pferden einen Abwurf, so dass der Australier Clayton Fredericks in die Jung’sche Reihe vorrücken konnte. Er blieb im Sattel des neunjährigen Westfalen Brookleigh fehlerfrei, wurde Zweiter (41,9 Minuspunkte) und sicherte sich darüber hinaus Platz fünf mit der Sachsen Stute Be My Guest (50,7). "Das war ein rundum gelungenes Turnier, mit Topbedingungen und mit Sonnenschein vom ersten bis zum letzten Tag", sagte Michael Jung. "Vor allem freue ich mich über die Konstanz bei allen drei Pferden. Sie sind ja alle sehr unterschiedlich und haben ganz unterschiedliche Stärken. Alle drei gingen ein Dressur unter 40 Punkten und jeder war auf seine Weise im Gelände super. Es war ein Einstand nach Maß."

Ebenfalls fehlerfrei im Springen blieb Mannschafts-Weltmeister Andreas Dibowski (Döhle) mit seinem Championatspferd Euroridings Butts Leon und landete damit auf Platz sechs. Mit Teampferd FRH Fantasia belegte er nach einem Springfehler den neunten Platz (55,5.) Seine CICO-Teamkollegen Andreas Ostholt (63,0/Platz 16) und Kai Rüder (65,6/Platz 19) verpassten dagegen knapp eine Platzierung.

Gut lief der Saisonstart auch für die beiden deutschen Einzelreiterinnen: Marina Köhncke (Badendorf), mit Calma Schelly nach Dressur noch Vierte, landete mit einem Abwurf im Springen auf Platz sieben (52,1). Simone Deitermann (Saerbeck) beendete die Prüfung mit dem 18-jährigen Flambeau H auf dem 13. Platz (61,5). "Insgesamt ein motivierender Auftakt für das EM-Jahr 2011", sagte Hans Melzer.

57 Paare gingen im CICO*** an den Start. Vier Mannschaften beteiligten sich am Nationenpreis. Zweite hinter dem deutschen Team (162,1) wurde die Mannschaft des Gastgebers Frankreich (194,1), auf dem dritten Platz landete das niederländische Team (240,3).

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